„Sir, ich werde für Sie nicht den Dritten Weltkrieg beginnen“

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Quelle: RT

„Sir, ich werde für Sie nicht den Dritten Weltkrieg beginnen“

Sein „Nein“ verhinderte möglicherweise eine militärische Katastrophe, der britische 3-Sterne General, Sir Mike Jackson, damals Kommandeur der NATO-KFOR-Truppen im Kosovo. Auf dem Bild: Jackson im Gespräch mit dem russischen General Viktor Zawarzin auf dem Flughafen von Pristina, 26. Juni 1999.
Am 11. Juni jährt sich der Tag, an dem 1999 Europa an einem Krieg mit Russland gerade nochmals vorbeigeschrammt ist. Nicht irgendein schießwütiger General sondern der NATO-Oberbefehlshaber Europa (Supreme Allied Commander Europe – SACEUR) hatte den Befehl zum Angriff auf russische Truppen im Kosovo gegeben. Der Befehlsempfänger war der britische 3-Sterne General, Sir Mike Jackson, damals Kommandeur der NATO-KFOR-Invasionstruppe.

von Rainer Rupp

Zum Glück widersetzte sich der kühle Brite dem wahnsinnigen und wiederholt eingeforderten Befehl seines US-amerikanischen Vorgesetzten, der US-Vier-Sterne General Wesley Clark. Stattdessen schaltete Sir Mike die Regierung in London ein und drohte mit seinen sofortigen Rücktritt. (Siehe: „Gen Sir Mike Jackson: My clash with Nato chief.“) Die britische Regierung wurde aktiv, telefonierte mit Washington. Von dort wurde SACEUR Clark dann zurückgepfiffen, allerdings ziemlich widerwillig, wie sich später herausstellte.

Proteste in Montenegro gegen den Beitritt zur NATO

Angesichts des zunehmenden militärischen Aufmarschs der NATO an den Grenzen zu Russland und der markigen Worte von NATO-Politikern und Militärs, die vor einem schon bald zu erwartenden Krieg „warnen“, als Rechtfertigung, um Russland noch mehr mit dem Rücken an die Wand zu drücken, ist der Schießbefehl des NATO-Oberbefehlshabers vom 11. Juni 1999 von hochaktueller Bedeutung. Die damaligen Ereignisse verdienen daher, nochmals in Erinnerung gerufen zu werden.

Der Kosovo-Krieg endete am 11. Juni 1999 und eine gemeinsame NATO-russische Friedenstruppe sollte im Kosovo installiert werden. Schließlich war das Ende des Blutvergießens weder ein Erfolg des US-NATO-Angriffskriegs noch der US-amerikanischen Diplomatie, sondern der Waffenstillstand kam auf Vermittlungen Russlands zustande. Darauf verwies u.a. auch US- Congressman Cunningham von Kalifornien in einer Debatte im US-Kongress am 1. Juli 1999, die festgehalten ist (Siehe Archiv des Kongresses: Congressional Record, 1. July 1999, Seite  14986). Daher war es nur selbstverständlich, dass Russland erwartete, ebenso wie die wichtigen NATO-Länder, die Verantwortung für einen eigenen, unabhängigen Friedenssektor zu bekommen. Und entsprechend verärgert war man in Moskau, als das von der NATO selbstherrlich abgelehnt wurde.

In den US-NATO-Kreisen wollte man einen separaten russischen Sektor verhindern, um sicherzustellen, dass auch die von Serben bewohnten Gebiete im Norden des Kosovo unter die Kontrolle der albanischen Gewaltseparatisten UCK im Süden kamen, die von der NATO unterstützt wurden. – Ob damals im Kosovo mit der UCK oder aktuell in Syrien mit den islamistischen Halsabschneidern, die US-NATO-Kriegsverbrecher hatten noch nie Bedenken, mit angeblich „gemäßigten“ Terroristen, Killern und Verbrecherbanden zusammenzuarbeiten.

Früh am 11. Juni 1999 fuhr eine Kolonne von etwa dreißig gepanzerten russischen Fahrzeugen mit insgesamt russischen 250 Soldaten von Bosnien kommend, wo sie zuvor Teil der internationalen Friedenstruppe SFOR gewesen waren, über die serbische Grenze und weiter in die serbische Provinz Kosovo. Auf den russischen Fahrzeugen waren die großen weißen Kennzeichen der internationalen Truppen in Bosnien „SFOR“ mit denen der Kosovo-Mission „KFOR“ ersetzt worden. Um 10:30 Uhr wurde die Präsenz der Russen im Kosovo von der NATO und durch Bilder von CNN bestätigt. Und noch lange bevor die ersten NATO-Truppen auch nur in der Nähe waren, hatten die Russen das strategisch wertvollste Objekt des ganzen Kosovo gesichert: die jugoslawische Luftwaffenbasis Slatina in unmittelbarer Nähe zum Flughafen in Pristina.

Slatina bestand zum größten Teil aus unterirdischen Bunkern, die dafür gebaut worden waren, einem Atomschlag Stand zu halten. Dort hatten die jugoslawischen Mig-29 Staffeln die NATO-Luftschläge unbeschadet überstanden. Die Startbahn war zwar von Bombenkratern übersät, aber die jugoslawische Luftwaffe verfügte über Prozeduren, mit deren Hilfe die Migs innerhalb von einer Stunde an den Start gehen konnten. In der Tat starteten einen Tag nach dem Ende der NATO-Luftschläge die Mig-29 Jäger von Slatina, um in Kern-Serbien auf einen neuen Stützpunkt verlegt zu werden.

Dieses strategische Juwel sollte auf keinem Fall in den Händen der Russen bleiben, zumal die NATO davon ausging, dass das Moskau die Möglichkeit gab, auf dem Luftweg schnell neue Kräfte und Versorgungsgüter heranzuführen, um vor Ort seine Stellung mit Mannschaften und Material auszubauen. In dieser Situation gab SACEUR-Wesley Clark seinem untergebenen britischen KFOR-Kommandeur Sir Mike den Befehl, die Russen mit militärischer Gewalt von Slatina zu verjagen. Sir Mike hatte mit seiner 5. Luftlandebrigade als erste NATO-Streitmacht – aber erst einige Zeit nach den Russen – Pristina erreicht. In seinen Memoiren hat Sir Mike die kritischen Augenblicke seiner wiederholten Befehlsverweigerung festgehalten. Hier ein kurzer Auszug, der damit beginnt, dass Sir Mike seinem NATO-Oberbefehlshaber „klar machte, dass er die Nase voll davon“ habe, „von Leuten aus Washington, die von der Lage vor Ort keine Ahnung haben, Befehle zu bekommen“.

Daraufhin sagte Clark: „Mike, das sind nicht Washingtons Befehle, es sind meine“.

Sir Mike: „Wer gibt Ihnen die Autorität dafür?“

Clark: „Als SACEUR habe ich dafür die Autorität.“

Sir Mike: „Nein, dafür haben Sie nicht die Autorität.“

Clark: „Ich weiß, dass ich die Autorität dafür habe. Die Autorität des Generalsekretärs steht hinter mir.“ (Clark hatte sich zuvor beim NATO-Generalsekretär, der spanische „Sozialist“ Javier Solana, politische Rückendeckung geholt.)

Sir Mike: „Sir, ich werde für Sie nicht den Dritten Weltkrieg beginnen. … “Ich bin ein Drei-Sterne-General und Sie können mir keine Befehle dieser Art geben. Ich habe mir mein eigenes Urteil über die Situation gebildet und ich glaube, dass dieser Befehl außerhalb unseres Mandats liegt.“

Clark: „Mike, ich bin ein Vier-Sterne-General, und ich kann Ihnen diese Dinge befehlen.“

 

Quelle: Marco Fieber/CC BY-NC-ND 2.0

Letztlich empfiehlt Clark seinem KFOR-Kommandeur, von seinem Posten sofort zurückzutreten. Der ruft stattdessen seine Vorgesetzten in London an, erklärt die Situation und kündigt an, lieber zurückzutreten, statt den Befehl auszuführen. London unterstützt Sir Mike und wirkt dann auf Washington, dass der brandgefährliche und wahnsinnige SACEUR-Befehl zurückgezogen wird.

Zwei Monate nach Ende der Slatina-Krise verließ Sir Mike, der in Großbritannien als Held gefeiert wurde, seinen KFOR-Posten, auf dem ihm dann der deutsche General Reinhard als Kommandeur folgte. Was wäre gewesen, wenn Sir Mike schon früher versetzt worden wäre? Hätte der neue deutsche General auch den Mut zur Verweigerung des Befehls gehabt, wo doch SACEUR und der NATO-Generalssekretär mit ihrer ganzen Autorität dahinter standen?

Slatina zeigt, wie schnell bei der unverantwortlichen Politik der NATO-Politiker und Militärs aus einer kleinen Krise ein großer Krieg werden kann.

RT Deutsch bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Versailles 2.0 – kriechen vor den Griechen

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Sie können nichts? Sie sind völlig unqualifiziert? Sie wollen auf keinen Fall selbst arbeiten? Kein Problem. Sie müssen nicht erst als Parasit illegal nach Deutschland einreisen um von deutscher Arbeitskraft und Wertschöpfung partizipieren zu können und den Deutschen lebenslang als Zecke im Pelz zu sitzen.

Sie können auch einfach die Nazi-Keule rausholen und sich mit Zins und Zinseszins einen Kleinkredit von den bösen Nazis zurückzahlen lassen und sich ansonsten weiterhin faul zurücklehnen und ihre Existenz auf reines Stoffwechseln beschränken.

Feindbild Deutschland: Auch auf Zypern richtet sich die Wut der Bürger gegen Kanzlerin Merkel
Immer schön die Deutschen beleidigen… dafür gibt’s anständig Geld!

Quelle: N-TV

Es geht um viele Milliarden EuroAthen könnte deutsches Eigentum pfänden

Sollte es im Streit um Reparationszahlungen nicht zu einer Einigung zwischen Deutschland und Griechenland kommen, könnte deutsches Eigentum in Griechenland beschlagnahmt werden. Die Forderungen Athens erreichen schwindelerregende Höhen.

Der Streit um Reparationsforderungen Athens an Berlin spitzt sich zu: Der griechische Justizminister Nikos Paraskevopoulos sprach sich dafür aus, Pfändungen deutscher Immobilien in Griechenland zu erlauben, sollte es zwischen Athen und Berlin zu keiner Einigung über die griechischen Reparationsforderungen aus dem Zweiten Weltkrieg kommen.

„Ich beabsichtige, die Erlaubnis zu geben“, sagte er im griechischen Fernsehen. Die endgültige Entscheidung wird jedoch die gesamte Regierung von Premier Alexis Tsipras treffen.

Der höchste griechische Gerichtshof, der Areopag, hatte im Jahr 2000 beschlossen, deutsches Eigentum in Griechenland dürfe beschlagnahmt und gepfändet werden, um die Kläger zu entschädigen. Geklagt hatten Hinterbliebene von Opfern eines Massakers im mittelgriechischen Distomo. 1944 hatte die deutsche Wehrmacht dort 218 Menschen ermordet. Ein Landgericht hatte den Hinterbliebenen zuvor 28 Millionen Euro Entschädigungen zugesprochen.

Athen denkt über Forderungen an Berlin nach

Das griechische Parlament hat mittlerweile beschlossen, die Reparationsforderungen aus dem Zweiten Weltkrieg an Berlin erneut zu prüfen. Dazu berief es am Dienstagabend einen Ausschuss aller Parteien ein. Die Debatte dazu wurde vom Parlamentsfernsehen übertragen. Das Thema belastet die deutsch-griechischen Beziehungen seit Jahrzehnten.

Mit dem Beschluss ehre man die Opfer des Zweiten Weltkrieges und des Nazismus sowie den griechischen Widerstand, sagte Tsipras im Parlament. „Wir sollten nicht vergessen, dass das deutsche Volk auch unter den Nazis gelitten hat“, fügte der griechische Premier hinzu. „Und dass der Nationalsozialismus sich in Deutschland durchgesetzt hat, weil die Deutschen zuvor gedemütigt worden waren.“ Dies sei keine Entschuldigung, aber eine Erklärung.

Tsipras erinnerte daran, dass Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg „zurecht“ mit einem Schuldenschnitt geholfen wurde, wieder auf eigenen Beinen stehen zu können. Seitdem sperrten sich die deutschen Regierungen mit „juristischen Tricks“, um nicht mit Athen über Reparationen zu reden, sagte er.

Zu den Reparationsforderungen gibt es bereits eine erste griechische Studie. Auf Grundlage dieser Untersuchung prüft der Aeropag zurzeit, wie mögliche Reparationsforderungen an Deutschland erhoben werden können.

Diese erste Studie liegt bereits seit Anfang März 2013 vor und wird als streng geheim eingestuft. Die Athener Zeitung „To Vima“ hatte die Studie jedoch am vergangenen Sonntag veröffentlicht. Die Gesamtforderungen werden darin in einer Höhe zwischen 269 und 332 Milliarden Euro beziffert. Die Bundesregierung sieht die Entschädigungsfrage dagegen als erledigt an.

Bislang waren 11 Milliarden im Spiel

Diese allgemeinen Forderungen sind umstritten, weil sich der Schaden nur schwer berechnen lässt. Anders als die geschätzten Reparationsansprüche für Verwüstung und grausame Kriegsverbrechen ist diese Zahl bislang von Experten genau beziffert worden, nämlich auf 11 Milliarden Euro.

Dabei geht es um einen Zwangskredit von rund 476 Millionen Reichsmark, den die Nazis der griechischen Notenbank 1942 aufbürdeten und der nach Rechnung der Experten heute einen Wert von etwa 11 Milliarden Euro hätte. Während des Zweiten Weltkriegs unterhielt Hitlers Reichsbank ein „Verrechnungssystem“ für den Zahlungsverkehr mit den besetzten Ländern. Das Geld floss aber nur in eine Richtung: nach Deutschland. Griechenlands zinsloser Kredit war in Wahrheit eine Tributzahlung. Zwar wurde die Rückzahlung schriftlich zugesagt, doch dazu kam es nie.

Rechtlich betrachtet ist Athens Anspruch womöglich berechtigt. Denn Deutschlands Schulden aus dem Zweiten Weltkrieg sind niemals umfassend geregelt worden. Mit dem Londoner Abkommen erließen die West-Alliierten der Bundesrepublik 1953 zwar einen Großteil der Reparationszahlungen für den Ersten Weltkrieg. Doch die Reparationen für den Zweiten Weltkrieg sollten erst nach einem endgültigen Friedensvertrag geklärt werden. Bislang ist das offen. Auch im Zwei-Plus-Vier-Vertrag, der 1990 nach dem Mauerfall an die Stelle eines Friedensvertrags trat, findet sich kein Wort zu den erzwungenen Reichsbank-Darlehen oder etwaigen Reparationen.

Das heißt aber nicht, dass Deutschland für seine Verbrechen im Zweiten Weltkrieg noch gar nichts bezahlt hätte. In den 60er Jahren schloss die Bundesrepublik Entschädigungsabkommen mit zwölf westlichen Staaten, darunter Griechenland. 115 Millionen DM zahlte Deutschland als eine Art Wiedergutmachung für seine Kriegsverbrechen an Athen. Die griechische Regierung verteilte das Geld an Überlebende des Nazi-Terrors. Die Bonner Republik „erkaufte“ sich damit Rechtssicherheit vor Klagen einzelner NS-Opfer. Allgemeine Reparationsforderungen der besetzten Staaten blieben davon unberührt.