„16-jährige pubertierende Analphabeten aus dem Irak und Afghanistan“

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Lehrer verzweifeln an Flüchtlings-Willkommensklassen

Von Anna Kröning | | Lesedauer: 7 Minuten

Flüchtlingskinder werden in Willkommensklassen auf den Schulbesuch vorbereitet. Doch die Belastung für die Lehrer ist hoch. Spezielle Kompetenzen für Sprachförderung oder den Umgang mit traumatischen Erlebnissen fehlen meist.

Quelle: N24/Christin Brauer

Ein Jahr haben Flüchtlingskinder Zeit, um fit für den deutschen Unterricht zu werden. Doch wie bringt man Jugendliche, die nicht mal Englisch sprechen, zu einem Schulabschluss? Die Lehrer sind überfordert.

In der Willkommensklasse der Gesamtschule in Berlin-Kreuzberg bleibt zur Kommunikation am Ende oft nur die Körpersprache. Auch untereinander verstehen sich die Schüler nicht, darum verständigen sie sich mit Händen und Füßen und manchmal auch mit Fäusten.

 

16-jährige pubertierende Analphabeten aus dem Irak und Afghanistan sitzen neben zwölfjährigen Mädchen aus bürgerlichen syrischen Familien, die fließend Englisch sprechen. Sie gehen alle in eine Klasse, um die deutsche Sprache zu lernen.

Was habe ich am Wochenende gemacht? Was ist deine Heimatstadt? Wie alt bist du?

 

Melanie L. (Name ist der Redaktion bekannt) ist eine von 1000 Lehrerinnen und Lehrern in Berlin, die eingestellt wurden, um jugendliche Flüchtlinge in Willkommensklassen zu unterrichten. Melanie L. hat Politikwissenschaften und Deutsch als Fremdsprache unterrichtet. Sie hält es inzwischen für nahezu unmöglich, Schüler mit verschiedenem Bildungsstand zusammen zu unterrichten und in den Regelunterricht zu bringen: „Die Lehrer müssen sich zerreißen“, sagt sie.

 

Sie fühlt sich alleingelassen. Weder Sozialpädagogen noch Sonderpädagogen oder ein Übersetzer unterstützen die Lehrerin bei der Arbeit mit den Schülern, dafür ist kein Geld da. Ihr befristeter Vertrag endet in diesem Schuljahr, und sie ist darüber nicht ganz unglücklich.

 

Schulen bleiben allein mit dem Problem

Noch nicht mal zwei Jahre, nachdem die ersten Willkommensklassen in Deutschland für bis zu 300.000 Flüchtlingskinder eingerichtet wurden, stehen die Schulen vor den nächsten Problemen.

 

Die Lehrer sind überfordert, klagen über fehlende Konzepte. Sie fühlen sich von Schulleitung und Politik alleingelassen. Häufig werden Seiteneinsteiger in den Willkommensklassen eingesetzt, die eine Ausbildung in „Deutsch als Zweitsprache“ haben und den Unterricht selbst gestalten müssen.

 

Wie sollen die Schüler nach kurzer Zeit den Übergang in Regelklassen schaffen? Beim Deutschen Philologenverband häufen sich die Beschwerden. Der Verband beklagt gravierende Probleme bei der Integration und fordert mehr staatliche Unterstützung.

 

Es gebe im Gegensatz zu anderen Schulfächern keinen gesonderten Lehrplan und die Schulen blieben mit der Aufgabe auf sich selbst gestellt, sagt Guido Siegel von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). „Die Übergänge sind einfach eine große Schwierigkeit, wenn dort erwartet wird, dass die Schüler ohne besondere Förderung weiterkommen“, sagt Siegel, der selbst eine Willkommensklasse unterrichtet.

Nicht nur jedes Bundesland, sondern auch jede Schule sucht nach eigenen Wegen, um die Schüler aus Flüchtlingsfamilien in den Fachunterricht zu bringen.

 

Möglichst schnell in den Unterricht

In Berlin gibt es rund 1100 dieser Vorbereitungsklassen. Mehr als 12.000 Kinder in Gruppen von zwölf Schülern lernen dort Deutsch. Der Berliner Bildungssenat gibt vor, dass die Schüler nach einem Jahr in reguläre Schulklassen wechseln, es sei denn, eine Verlängerung wird gesondert beantragt.

 

Derzeit schaffen tatsächlich 60 Prozent der Kinder im Grundschulalter schon nach weniger als sechs Monaten den Übergang in die Regelklassen. Doch ob sie im Unterricht dann auch mithalten können, wurde nicht untersucht.

 

Genauso wenig, wie es bei den älteren Schülern aussieht. An ein Gymnasium schaffen es Lehrerverbänden zufolge nur die wenigsten, auch eine Sekundarschule ist schon schwer zu erreichen.

 

Die Willkommensklassen werden zunehmend zu Sackgassen, ohne dass das Ziel des Mittleren Schulabschlusses (MSA) erreicht wird: „Einen MSA auf Deutsch zu schaffen ist ein weiter Weg. Ich weiß nicht, ob ich das in einer Fremdsprache schaffen würde“, sagt Siegel.

 

Viele Lehrer sind engagiert, aber sie stoßen an ihre Grenzen, da ihre Schulleiter den Sprachunterricht als zeitlich begrenzte Aufgabe verstehen. „Sprachförderung im Fachunterricht ist viel Arbeit. Die Lehrkräfte brauchen dafür einfach zusätzliche Kompetenzen“, sagt er.

Kriegserfahrungen und Flucht

An einem schulischen Weiterkommen hindert viele Schüler aber nicht nur die fremde Sprache, sondern auch die eigene Vorgeschichte. Viele sind im Krieg aufgewachsen oder haben ihre Familie verloren, einige kommen schwer traumatisiert in die Schule. Um die Erfahrungen von Gewalt und Flucht aufzufangen, benötigen sie Hilfe von Sozial- oder Sonderpädagogen. Eine unbekannte Zahl von Schülern gehört zu dieser Gruppe.

 

Doch die gibt es nicht an allen Schulen, und die Vorschriften sind eng bemessen. Um einen besonderen Förderbedarf feststellen zu können, muss der Schüler erst mal ein Jahr zur Schule gehen.

 

Mega-Willkommensklassen im Gewerbegebiet

Weil die Schulen mit der Situation nicht allein zurechtkommen, will das Land Berlin nun an einigen Stellen nachbessern. Zum besseren Übergang sollen nun vierstündige wöchentliche Brückenkurse die Schüler auf den Regelunterricht vorbereiten und Lehrer in speziellen Fortbildungen voneinander lernen. Das größte Projekt allerdings ist ein sogenanntes Bildungszentrum in einem stillgelegten Schulgebäude in Berlin-Schöneberg. Dort soll noch in diesem Schuljahr eine „Willkommensschule“ eröffnen.

 

In 20-köpfigen Klassen werden dort 15- bis 16-jährige Schüler unterrichtet, die auf dem Bildungsstand von Viertklässlern sind und nicht mit Zehnjährigen in den Unterricht gehen können. Erklärtes Ziel von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) ist es, sie auf berufsbildende Lehrgänge an den Oberstufenzentren vorzubereiten.

 

Gegner von GEW bis zum Flüchtlingsrat sprechen bereits von „absoluter Segregation“. Gerade die Schüler, die am dringendsten pädagogische und psychologische Hilfe benötigen, würden dorthin abgeschoben.

 

Ob frühes gemeinsames Lernen von Flüchtlingen mit deutschen Schülern grundsätzlich besser funktioniert als separater Unterricht, darüber streiten sich Experten. Eine Studie der Berliner Humboldt-Universität ergab, dass separate Willkommensklassen ungeeignet sind. Diese seien kurzsichtig organisiert und brächten eine ganze Reihen von Problemen, lautet das Fazit des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM).

 

Die wenigen Grundschulen, die Flüchtlingskinder direkt in normale Klassen eingliedern und ihnen zusätzlichen Deutschunterricht bieten, hätten deutlich weniger Probleme. Allerdings wurden für die Studie nur Grundschulen untersucht.

 

Alle lernen irgendwann gemeinsam

Einen solchen Weg mit älteren Schülern geht die Johanna-Eck-Sekundarschule im Berliner Stadtteil Tempelhof-Schöneberg. Das Schulkonzept ist so erfolgreich, dass sich inzwischen auch andere Schulen daran orientieren.

 

In der ersten Etage des Altbaus liegt das Büro von Silke Donath. Die stellvertretende Schulleiterin arbeitet seit 24 Jahren als Lehrerin, vor vier Jahren übernahm sie den Posten an der Johanna-Eck-Schule. Von ihrem Fenster aus hat sie den Pausenhof im Blick.

 

Mehrere Mädchen sitzen auf einer Bank, einige tragen Kopftücher. Sie lachen und blicken hinüber zu einer Gruppe Jungen, die etwas abseits am Schulgebäude steht. Als es klingelt, stehen sie auf und verschwinden in der Tür. Der Unterricht geht weiter.

 

450 Schüler aus 34 Ländern gehen hier zur Schule, etwa ein Viertel der Jugendlichen sind Zuwanderer. Viele kommen aus Syrien und Afghanistan. Von Willkommensklassen spricht hier niemand. Jeder Schüler sei hier willkommen, ob er in Mariendorf oder Syrien geboren sei, sagt Donath. Das ist keine Worthülse, sondern Teil des Bildungskonzepts der Schule.

 

Viele sind hoch motiviert

Hier will man die Flüchtlingsschüler wie jeden anderen Schüler bis zum Abschluss bringen. Das Konzept sieht dafür bestimmte Stufen vor. Es beginnt mit intensivem Sprachunterricht parallel zur siebten Klasse. Auch Deutsch, Mathematik, Geografie, Sport und Kunstunterricht werden schon auf Deutsch unterrichtet. Über ein bis zwei Jahre wächst der Anteil an Fachunterricht. Fächer wie Physik, Chemie oder Englisch kommen dazu, bis die Schüler dann in der neunten Klasse regulär unterrichtet werden können.

 

Dass einige schon 17 oder 18 Jahre alt sind, ist kein Nachteil. Sie seien sogar häufig besonders motiviert, ziehen andere mit, beobachtet Donath. Ziel ist, dass die Schüler einen berufsbildenden Abschluss schaffen; einige bekommen einen Mittleren Schulabschluss oder sogar eine Empfehlung für das Gymnasium. „Das sind vier Jahre harte Arbeit“, sagt Donath.

 

Auch für die Lehrer. Wer eine Sprachlernklasse übernimmt, bleibt auch für die nächsten Jahre der Klassenlehrer. An der Johanna-Eck-Schule unterrichten die Sprachlernschüler nur erfahrene Kräfte mit Zusatzausbildung. Aus einem einfachen Grund, erklärt Donath: „Da müssen einfach die besten Leute hin.“

Asylbewerber werden lebenslange Hartz-IV-Empfänger

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Unmittelbar vor der Bundestagswahl erreichen die Bundesregierung Nachrichten, welche man um jeden Preis bis nach den Wahlen geheim halten will. Denn sie belegen, dass Merkel und Gabriel die Bevölkerung bislang beim Thema Asyl belogen haben.

Seit vielen Monaten schon behaupten SPD-Chef Gabriel und Angela Merkel (CDU), dass die vielen Asylanten mehrheitlich eine hohe Qualifikation haben und wir einfach nur deren Potenziale nutzen müssten. Merkel sagt etwa, aus Afrika kämen viele »Facharbeiter« und «Chemielaboranten«.

Angela Merkel – Schützen Sie sich
und Ihre Familie vor dieser Frau!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie forderte afrikanische Chemielaboranten dazu auf, die Koffer zu packen und nach Deutschland zu kommen, weil die Deutschen auf sie warteten. CDU-Politiker wie Armin Laschet sprangen Angela Merkel bei und behaupteten im ZDF: »Flüchtlinge haben Potenziale.«

Und auch die Medien verbreiteten dieses Bild. Die Firmen müssten doch eigentlich nur zugreifen, und die Qualifikationen der Asylbewerber nutzen. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) unterstützt derweilen Initiativen mit »Willkommenslotsen« für die großen Potenziale der Asylbewerber, damit die vielen gut qualifizierten Neubürger schnell vermittelt werden können. Angeblich kann man die Asylbewerber ganz schnell durch Arbeit integrieren. Soweit das von Politik und Medien verbreitete offizielle Bild.

Und die Realität? Das deutsche Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat gerade die Ergebnisse einer Befragung von Asylberechtigten aus mehreren Ländern, darunter Afghanistan, Irak, und Syrien, ausgewertet. Die Resultate fallen schlechter aus als es der deutschen Bundesregierung lieb sein kann.

Mehr als 90 Prozent der zu uns strömenden Syrer haben alles, aber garantiert nicht die von der Bundesregierung behauptete »hohe Qualifikation«. Und jeder vierte Iraker hat gar keine Qualifikation.

Zusätzlich kommt jetzt noch ein Hinweis vom deutschen Bildungsökonom Ludger Wößmann vom Münchner ifo-Institut. Der weist jetzt in einem Fachaufsatz darauf hin, wie schlecht die Bildungssysteme jener Länder sind, aus denen die meisten Flüchtlinge kommen.

Die brutale Realität: Wenn ein Asylwerber aus Syrien oder dem Irak angibt, einen Schulabschluss zu haben, dann hat das nichts mit einem Schulabschluss in einem Land wie Deutschland zu tun. So sind zwei Drittel der Syrer mit Schulabschluss aus deutscher Sicht selbst in ihrer Muttersprache funktionale Analphabeten.

Sie werden ihr ganzes Leben lang bei uns als Hartz-IV-Empfänger leben, weil man Potenziale, die es nicht gibt, auch nicht fördern oder nutzen kann. Im Mekka Deutschland begrüßen wir jetzt also Analphabeten mit einer Willkommenskultur. Aus der Sicht von Angela Merkel und Sigmar Gabriel ist das auch »normal« – schließlich stehen sie voll hinter der Asylindustrie.

Ausländische Facharbeiter verweigern die Arbeit

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Quelle: Junge Freiheit

„Wir sind Merkels Gäste“: Asylbewerber verweigern Arbeit

WALDENURG. Asylbewerber haben sich im sächsischen Waldenburg geweigert, gemeinnützige Arbeit zu leisten, weil sie Gäste von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) seien. Das berichtet der Bürgermeister der Stadt, Bernd Pohlers (Freie Wähler), im Amtsblatt.

Demnach habe die Stadt sieben Arbeitsgelegenheiten geschaffen, um den Asylsuchenden Beschäftigung zu verschaffen, Langeweile entgegenzuwirken und die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen. Die Stellen umfaßten 20 Wochenstunden bei einem Stundenlohn von 1,05 Euro. Die Arbeitsgelegenheiten wurden vom Landkreis Zwickau bewilligt.

Ab April hätten alle männlichen Bewohner der örtlichen Flüchtlingsunterkunft an den gemeinnützigen Tätigkeiten im Stadtgebiet teilnehmen können. In der ersten Woche sei die Maßnahme gut angelaufen. Die Asylsuchenden wurden abgeholt, zu ihren Arbeitsplätzen und danach wieder nach Hause gebracht. Doch schon kurz darauf änderten die Asylsuchenden ihre Ansicht.

Asylbewerber wollten Mindestlohn

„Später wurde dann von den genannten Personen argumentiert, daß sie Gäste von Frau Merkel sind und Gäste ja nicht arbeiten müßten“, beschreibt Bürgermeister Pohlers den Vorgang in der Juni-Ausgabe des Stadtboten. „Weiterhin wurde die Meinung vertreten, daß es in Deutschland einen Mindestlohn (8,50 Euro) gibt und dieser dann auch von der Stadt Waldenburg zu zahlen ist!“

Trotz Vermittlungsversuchen weigerten sich die Asylsuchenden, die Arbeit wieder aufzunehmen. „In einem extra anberaumten Gesprächstermin mit dem Dolmetscher wurde von Seiten der Verantwortlichen in der Stadt Waldenburg und dem Diakoniewerk alles nochmals erklärt und erläutert. Leider konnte keine Einigung über die Fortführung der Maßnahme erzielt werden“, beklagte Pohlers. Die Stadt habe gegenüber dem Landkreis Zwickau die Arbeitsgelegenheit daraufhin beendet.

Pohlers: „Sehe es als meine Pflicht, über die Situation zu unterrichten“

Er sei sich bewußt, daß seine Zeilen Skeptikern der Asylkrise in die Hände spielen könnten, schrieb der Bürgermeister. Er habe aber auch mehrfach zu Spendenaktionen aufgerufen, die großen Widerhall in der Bevölkerung gefunden hätten. „Deshalb sehe ich es auch als meine Pflicht, Sie über die jetzige Situation zu unterrichten, wenn es mir auch schwerfällt und mir von mancher Seite abgeraten wurde.“

Die Stadt Waldenburg bestätigte auf Nachfrage der JF, daß die Asylsuchenden bis zum heutigen Tag nicht arbeiten würden. In der Bevölkerung sei das Schreiben des Bürgermeisters auf Zustimmung gestoßen. Viele Bürger hätten sich dankbar gezeigt, daß Pohlers den Mut gefunden habe, die Wahrheit über die Arbeitsverweigerung der Asylsuchenden zu schreiben, erläuterte eine Mitarbeiterin des Bürgermeisters.

Die Stadt hatte Arbeitsbekleidung im Wert von 700 Euro für die Asylsuchenden angeschafft. Auf diesen bleibt sie nun laut einem Bericht der Freien Presse sitzen. (krk)

Facharbeiter oder Taugenichtse?

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Dax-Konzerne haben bisher 54 Flüchtlinge „eingestellt“. Welche Qualität die „Einstellung“ hat, bleibt offen. Mercedes ist trotz der Masse an „geflüchteten Facharbeitern“ lt. eigener Aussage bisher nicht fündig geworden.

Bedenkt man, dass die Konzerne in der Regel von Humankapital sprechen, bleibt nur ein Rückschluss: die geflüchteten Facharbeiter sind offensichtlich nichts wert und eben keine Bereicherung für den Arbeitsmarkt.

Quelle: FAZ

Dax-Konzerne stellen 54 Flüchtlinge ein

Welchen Beitrag leisten die größten Unternehmen in Deutschland, um Flüchtlinge in Arbeit zu bringen? Warum fällt die Integration auf dem Arbeitsmarkt so schwer? Wir haben bei den Dax-Konzernen nachgefragt.

04.07.2016, von Sven Astheimer

Die Integration von mehr als einer Million Flüchtlingen in den deutschen Arbeitsmarkt ist eine Herkulesaufgabe – an deren Bewältigung die größten Konzerne dieses Landes bislang so gut wie gar nicht beteiligt sind. Das zeigt eine Umfrage dieser Zeitung unter den 30 wertvollsten Unternehmen im Deutschen Aktienindex (Dax), die für einen addierten Jahresumsatz von mehr als 1,1 Billionen Euro und für rund 3,5 Millionen Beschäftigte stehen. Eigenen Angaben zufolge haben diese Unternehmen, zusammen genommen, bis Anfang Juni aber gerade einmal 54 Flüchtlinge fest angestellt. Davon entfielen allein 50 auf die Deutsche Post, zwei jeweils auf den Softwarekonzern SAP und den Darmstädter Pharmahersteller Merck.

 
 Welchen Beitrag leisten die größten Unternehmen in Deutschland, um Flüchtlinge in Arbeit zu bringen?
 

Diese Zahlen zeigen, wie schwierig es sich trotz der hohen Zahl an offenen Stellen (665.000 im Juni) in der deutschen Wirtschaft gestaltet, eine nennenswerte Zahl von Flüchtlingen in Arbeit zu bringen. Zu Beginn der Flüchtlingswelle im vergangenen Herbst waren teilweise hohe Erwartungen geschürt worden. Der Vorstandsvorsitzende der Daimler AG, Dieter Zetsche, hatte im Vorfeld der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt zwar betont, dass nicht jeder Flüchtling ein brillanter Ingenieur, Mechaniker oder Unternehmer sei. Aber wer sein komplettes Leben zurücklasse, sei hoch motiviert. „Genau solche Menschen suchen wir bei Mercedes und überall in unserem Land“, sagte Zetsche damals. Im besten Fall könne es auch „eine Grundlage für das nächste deutsche Wirtschaftswunder“ werden. Doch der Autohersteller aus Stuttgart ist bei seiner Personalsuche eigenen Angaben zufolge bislang noch nicht fündig geworden, es wurde noch kein Flüchtling fest eingestellt.

Deutsche Post mit rund 1000 Angeboten deutlich an der Spitze

Auch Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) schlägt längst zurückhaltendere Töne an. Sprach sie anfangs von den „Arbeitskräften von morgen“, liegt die Betonung mittlerweile auf „übermorgen“. Die Fachleute der Bundesagentur für Arbeit sehen vor allem zwei generelle Hürden für Flüchtlinge am deutschen Arbeitsmarkt: mangelhafte oder fehlende Deutschkenntnisse sowie fehlende (formale) Berufsqualifikationen. Vergangene Woche präsentierte die Arbeitsagentur erste Daten aus einer neuen Statistik. Demnach gibt es derzeit rund 131.000 arbeitslos gemeldete Flüchtlinge, davon verfügen Dreiviertel über keine formale Berufsausbildung. Der Großteil dieser Flüchtlinge komme deshalb zunächst nur für Helfertätigkeiten in Frage, sagte Agenturvorstand Raimund Becker. Zwar sind 60 Prozent der Migranten jünger als 35 Jahre. Dennoch rechnet die Arbeitsagentur mit mindestens fünf Jahren, bis ein junger Migrant die nötigen Sprachkenntnisse erworben sowie eine Berufsausbildung abgeschlossen hat, um als Fachkraft in der Wirtschaft eine Stelle zu finden.

Wenn man die Dritte Welt importiert

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Quelle: PAZ, Norman Hanert

Nach Schweden droht auch Deutschland ein Wohlstandsverlust wegen Masseneinwanderung

24.11.15

Der deutsche Psychologe und Bildungsforscher Heiner Rindermann: „Selbst in einer Elitegruppe, Ingenieurstudenten aus den Golfstaaten, ist ein großer Unterschied erkennbar. Deren Kompetenzen liegen um zwei bis vier Schuljahre hinter denen vergleichbarer deutscher Ingenieurstudenten“ Bild: Rindermann

Ab dem Jahr 2050 wird Deutschland in die Bedeutungslosigkeit abrutschen, so die Prognose, die der einflussreiche US-amerikanische Politologe George Friedman vor einiger Zeit in seinem Buch „Die nächsten 100 Jahre“ aufgestellt hat. Die anhaltende massive Zuwanderungswelle aus der Dritten Welt könnte dazu führen, dass sich der angekündigte Niedergang Deutschlands bereits wesentlich früher einstellt.

Auch wenn bislang noch keine belastbaren Zahlen vorliegen, so ist inzwischen doch klar, dass mit jedem Tag, den die Politik offener Grenzen anhält, der deutschen Gesellschaft enorme finanzielle Belastungen aufgebürdet werden. Die Bundesregierung selbst kalkuliert mittlerweile allein für dieses Jahr mit Kosten von mindestens zehn Milliarden Euro für 800000 Asylbewerber. Nicht enthalten in dieser Rechnung sind Aufwendungen für den sozialen Wohnungsbau. Es fehlen ebenso die Investitionen in die Bildung, die nötig sind, um den Zuwanderern einen Zugang zum Arbeitsmarkt möglich zu machen. Bislang plant Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) noch immer damit, im kommenden Jahr im Bundeshaushalt ohne neue Kredite auskommen zu können. „Die schwarze Null 2016 steht trotz Flüchtlingskrise“, so der Chefhaushälter der Unionsfraktion,  Eckhardt Rehberg.

Wesentlich höher liegen die Schätzungen, die unlängst von den Wirtschaftsforschern des Münchner ifo Instituts vorgelegt wurden. In einem Basis-Szenario wird davon ausgegangen, dass eine Netto-Zuwanderung von 200000 Menschen pro Jahr eine fiskalische Belastung von zehn Milliarden Euro für die einheimische Bevölkerung mit sich bringen wird. Hochgerechnet auf die allein dieses Jahr zu erwartende Gesamtzahl von Asylbewerbern ist demzufolge mit Belastungen zu rechnen, die um die 50-Milliarden-Marke liegen. Die Zahl macht deutlich, welche enorme Bedeutung der Frage zukommt, ob die Möglichkeit eines Familiennachzugs eingeschränkt werden kann und ob im Jahr 2016 der Zuwanderungsstrom unvermindert weitergeht. Im negativen Fall drohen Kosten, die langfristig den gesamten Bundeshaushalt zu sprengen drohen.

Anzumerken ist, dass selbst die Schätzungen des Basisszenarios der ifo-Forscher noch zu optimistisch gewesen sein könnten. Den Berechnungen zugrunde gelegt wurde die Annahme, die derzeit ins Land kommenden Asylbewerber seien ähnlich ausgebildet wie die in Deutschland schon lebende ausländische Bevölkerung. Daran sind allerdings nach den inzwischen vorliegenden Erkenntnissen Zweifel angebracht. So wird bei den Zuwanderern aus Syrien davon ausgegangen, dass es sich bei 15 bis 20 Prozent der Erwachsenen um Analphabeten handelt. Nach anfänglicher Euphorie sprechen deutsche Wirtschaftsverbände mittlerweile auch davon, dass gut 60 Prozent der syrischen Zuwanderer entweder gar keine oder keine den deutschen Standards entsprechende berufliche Qualifikation besitzen.

Wie der Bildungsforscher Heiner Rindermann unlängst im „Focus“ unter Berufung auf eine Studie der TU Chemnitz erklärte, wiesen selbst Asylbewerber mit Universitätsstudium in mathematischen und figuralen Aufgaben nur ein Fähigkeitsniveau von einheimischen Realschülern auf. „Selbst in einer Elitegruppe, Ingenieurstudenten aus den Golfstaaten, ist ein großer Unterschied erkennbar: Deren Kompetenzen liegen um zwei bis vier Schuljahre hinter denen vergleichbarer deutscher Ingenieurstudenten“, so die Einschätzung des Wissenschaftlers Rindermann.

Leicht absehbar ist, welche Entwicklung vor diesem Hintergrund in den kommenden Jahren in Deutschland droht. Vor allem die Löhne für einfache Arbeit werden unter Druck geraten und damit auch gering qualifizierte Arbeitnehmer. Die wahrscheinliche Folge sind steigende Kosten im Sozialsystem um denen zu helfen, die bei diesem Konkurrenzkampf im unteren Lohnsegment auf der Strecke bleiben. Insgesamt droht Deutschland damit eine Entwicklung, die bereits im Jahr 2010 von den Vereinten Nationen in ihrem „Human Development Report“ für Schweden prognostiziert wurde. Noch bis zum Jahr 2010 rangierte das skandinavische Land bei dem Wohlstandsindikator „Human Development Index“ auf Platz 15 der Weltrangliste, für 2015 rechnet man bei der Uno bereits mit einem Abrutschen auf Rang 25. Im Jahr 2030 droht dem einstigen Wohlstandsparadies Schweden, dass es sich nur noch auf Platz 45 wiederfindet. Von Resignation geprägt klingt der Kommentar eines schwedischen Journalisten zu dieser drohenden Entwicklung: „Wir hatten ein vollkommen gutes Land. Ein reiches Land, ein nettes Land, und in ein paar Jahren wird dieses Land weg sein. Wenn man die Dritte Welt importiert, ist es das, was man bekommen wird.“

Ungesteuerte Einwanderung: Europa ist gar keine Wertegemeinschaft

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Deutschland will ein Einwandererland sein? Dann muss es sich auch so verhalten. Den Unterschied zwischen Asyl und Migration sollte es wenigstens kennen. Ein Gastbeitrag. 14.09.2015, von Jörg Baberowski in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

 Neulich erklärte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel, Deutschland müsse sich darauf einstellen, in jedem Jahr eine halbe Million Flüchtlinge aufzunehmen. Weiß der Mann eigentlich, was er sagt und wie das, was er sagt, in jenen Ländern verstanden wird, aus denen Menschen zu uns kommen? Der Bundeskanzlerin fällt zu dieser Frage nur eine Wahlkampffloskel ein: „Wir schaffen es“. Und sie fügt hinzu, dass Deutschland sich in den nächsten Jahren bis zur Unkenntlichkeit verändern werde. Als ob es die Aufgabe der Politik wäre, die Krise nur zu verwalten. Und als ob es einerlei wäre, was die Bürger dieses Landes darüber denken.

Natürlich kann die jährliche Einwanderung von 500.000 Menschen technisch bewältigt werden. Aber wollen wir sie auch bewältigen? Diese Frage hat niemand gestellt. Hat überhaupt ein Politiker je darüber nachgedacht, was das Gerede von der Willkommenskultur bewirkt? Es hat sich in den Krisenregionen dieser Welt inzwischen herumgesprochen, dass man für die Einreise nach Deutschland keinen Pass benötigt, dass der Wohlfahrtsstaat eine Versorgung gewährt, die in Pakistan oder Albanien nicht einmal für Menschen erreichbar ist, die in Lohn und Brot stehen. Solange der deutsche Sozialstaat der ganzen Welt Angebote macht, dürfen seine Repräsentanten sich nicht darüber beklagen, dass Menschen, die nichts haben, sie annehmen.

Auf das Machbare hinwirken

Deutschland ist ein Land der Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft. Es ist auch ein Land, in dem Menschen unterschiedlicher Sprachen und Kulturen gut miteinander auskommen. Aber dieser Frieden wird aufs Spiel gesetzt, wenn Moral und Tugend die einzigen Ressourcen sind, aus denen die Begründungen für das politische Handeln kommen. In der veröffentlichten Meinung ist nur noch von Flüchtlingen die Rede, nicht von illegalen Einwanderern. Der Flüchtling ist verfolgt. Über ihn darf man nur Gutes sagen. Darüber wissen jene, die über den Wortgebrauch entscheiden, sehr gut Bescheid.

Der Einwanderer aber kann auch andere Motive als die Flucht haben. Über ihn spricht man nicht, denn sein Einwanderungswunsch wirft die Frage auf, ob man ihm entsprechen will. Einwände aber sind im Reich der Tugendwächter, in das viele Medien und Politiker Deutschland inzwischen verwandelt haben, verboten. Wer darauf verweist, dass es die Aufgabe der Politik ist, sich am Machbaren, nicht am Wünschbaren zu orientieren, muss sich im schlimmsten Fall den Vorwurf gefallen lassen, er sei „rechts“ und könne deshalb am öffentlichen Diskurs nicht beteiligt werden.

Der Zeitgeist, der das helle Deutschland bewohnt, beschwört demgegenüber Religion, Geschlecht und Kultur, will, dass alle nur noch seine Sprache sprechen. Von der Aufklärung, die der Bürger gegen die Obrigkeit zu verteidigen hätte, von der sozialen Frage, die sein Anliegen sein müsste, aber hat er sich längst abgewandt. Es kommt nicht mehr darauf an, was jemand sagt, sondern, wer es sagt und in welcher Sprache es vorgetragen wird.

Offene Fragen

Der Besonnene hätte demgegenüber an die Politik viele Fragen zu stellen. Wo sollen all die Menschen leben, die Jahr für Jahr zu uns kommen und die mit den schon jetzt in unseren Städten lebenden Armen um knappen Wohnraum konkurrieren werden? Wie sollen Lehrer die Aufnahme von mehreren hunderttausend Schülern bewältigen, die unsere Sprache erst erlernen und sich an unsere Kultur gewöhnen müssen? Warum soll eigentlich ein Einwanderer gratis erhalten, wofür diejenigen, die schon hier sind, jahrzehntelang hart gearbeitet haben? In den Vereinigten Staaten wissen die Bürger, dass der dazugehört, der sich den Respekt der anderen erarbeitet hat. Wer etwas leistet, kann von jedermann erwarten, geachtet zu werden. Das wissen auch jene Millionen Einwanderer, die einst als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen sind und sich hier heimisch fühlen.

Warum, so fragen sich die Nachfahren der türkischen Gastarbeiter, die als Handwerker und Kaufleute in Deutschland leben, soll Einwanderern, die keinen Asylgrund haben, etwas geschenkt werden? Sekretärinnen, Bauarbeiter, Mütter, die im Alter nur noch wenig Geld zur Verfügung haben, Frisörinnen, die keine Wohnung finden, weil ihr Gehalt dafür nicht ausreicht, verstehen nicht, warum das soziale Netz auch für jene da sein soll, die für seine Finanzierung keinen Beitrag geleistet haben.

Die Politiker sagen uns, es kämen Ärzte und Ingenieure. Aber woher wissen sie das so genau? Kommen wirklich keine Analphabeten, und wird jeder, der kommt, eine Arbeitsstelle bekommen, die seinen Fähigkeiten entspricht? Die Arbeitslosenstatistik spricht jedenfalls keine eindeutige Sprache. Was geschieht mit Analphabeten und Menschen ohne jegliche Qualifikation? Ist jeder Einwanderer eine Bereicherung? Wer einen Blick nach Duisburg-Marxloh oder in den Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg wirft, wird eines Besseren belehrt. Aber auf die dunklen Seiten der ungesteuerten Einwanderung wird der Mantel des Schweigens geworfen und das Gegenteil von dem beschworen, was Tag für Tag in unserem Alltag besichtigt werden kann.

Verzicht auf Steuerung

Es liegt in der Natur illegaler Einwanderung, dass man gar nicht weiß, wer kommt, und es liegt in der Natur des Asylverfahrens, dass man es auch gar nicht wissen muss. Der Asylbescheid fragt nicht nach der Qualifikation des Bewerbers, sondern nach dem Grund der Verfolgung. Wir verwischen soeben den Unterschied zwischen Asyl und Einwanderung. Deshalb gelingt in Deutschland nicht, was in den klassischen Einwanderungsländern Normalität ist. Sie laden nämlich ein, wen sie brauchen, und wehren ab, wer nur eine Belastung wäre. Wenn Deutschland ein Einwanderungsland sein will, dann soll es sich auch so aufführen.

Stattdessen gibt es seine nationale Souveränität auf und überlässt es illegalen Einwanderern, darüber zu entscheiden, wer kommen und wer bleiben darf. Solch ein Verzicht auf Steuerung wird den sozialen Frieden gefährden. Hat überhaupt jemals ein Politiker darüber nachgedacht, warum sich die europäischen Staaten vom Tugendmodell Deutschlands abwenden und von ungesteuerter Einwanderung nichts wissen wollen? Über die Solidarität der Europäischen Union sollte man sich keine Illusionen machen. Polen und Ungarn sind ihr überhaupt nur beigetreten, weil sie ihre Souveränität bewahren, nicht, weil sie sie opfern wollten. Europa ist keine Wertegemeinschaft. Es ist inzwischen nicht einmal mehr eine Interessengemeinschaft.

Die Politik hat entschieden, dass Deutschland ein Vielvölkerstaat werden soll. Nun gut. Dann soll sie aber auch Vorkehrungen dafür treffen, diesen Staat so zu organisieren, dass alle Menschen in Frieden und Einvernehmen mit ihm leben können. Die Integration von mehreren Millionen Menschen in nur kurzer Zeit unterbricht den Überlieferungszusammenhang, in dem wir stehen und der einer Gesellschaft Halt gibt und Konsistenz verleiht. Wenn uns mit vielen Menschen nichts mehr verbindet, wenn wir einander nichts mehr zu sagen haben, weil wir gar nicht verstehen, aus welcher Welt der andere kommt und worin dessen Sicht auf die Welt wurzelt, dann gibt es auch kein Fundament mehr, das uns zum Einverständnis über das Selbstverständliche ermächtigt. Gemeinsam Erlebtes, Gelesenes und Gesehenes – das war der soziale Kitt, der unsere Gesellschaft einmal zusammengehalten hat.

Davon ist wenig übrig geblieben. Wenn Gesellschaft nur noch eine Veranstaltung von Menschen ist, die einander mit höflicher Nichtbeachtung begegnen und einander sonst nichts mehr mitzuteilen haben, können wir das Projekt der Einwanderung begraben. Solange der Sozialstaat die Wünsche aller Interessengruppen bedient, mag gutgehen, was sich die Sozialromantiker für uns ausgedacht haben. Aber was geschieht in Zeiten der Krise? Was hielte uns dann noch zusammen?

Ich möchte in einer Gesellschaft leben, die von den Errungenschaften der Aufklärung nicht abrückt, die religiösen Fanatikern Einhalt gebietet, die Einwanderern klarmacht, dass wir diese Grundsätze nicht aufgeben und sie auch verteidigen. Das wird nur gelingen, wenn wir uns unsere Einwanderer aussuchen dürfen. Und ich wünsche mir, in meinem Land offen sagen zu dürfen, was ich denke, ohne von ahnungslosen Fernsehpredigern und überforderten Politikern darüber belehrt zu werden, was moralisch geboten ist und was nicht.

Wir brauchen ausländische Facharbeiter!

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Wenn keiner mehr arbeiten geht und alle nur Hartz IV beziehen, bricht das Sozialsystem zusammen. Um das zu kompensieren, brauchen wir doch nichts dringender als ausländische Facharbeiter, die hier in die Sozialversicherung einbezahlen, damit wir auch weiterhin den deutschen Langzeitarbeitslosen finanzieren können… Oder?

Quelle: N-TV, Welt am Sonntag

Ballungszentren in Ost und West: Jeder Zweite erhält jahrelang Hartz IV

Arbeitslosigkeit kann zur Falle werden – das legen neue Zahlen der Bundesagentur für Arbeit nahe. Demnach erhalten fast die Hälfte der Hartz IV Empfänger seit mehr als vier Jahren Leistungen. Den höchsten Wert meldet ein Bundesland im Osten.

Für fast drei Millionen Menschen ist der Hartz-IV-Bezug zum Dauerzustand geworden: 2,79 Millionen Hartz-IV-Empfänger seien schon vier Jahre oder länger auf die staatliche Unterstützung angewiesen, berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf die neue Verweildauer-Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Das seien rund 46 Prozent aller Hartz-IV-Empfänger. 64 Prozent erhalten demnach länger als zwei Jahre Hartz IV. Die Zahlen beziehen sich auf Erhebungen von Ende 2014.

Besonders betroffen sind der Zeitung zufolge die ostdeutschen Bundesländer, in denen die Quote mit Ausnahme Thüringens durchweg über 50 Prozent liege. Den höchsten Wert verzeichnet Sachsen-Anhalt mit 54,5 Prozent, gefolgt von Berlin und Brandenburg mit 53,4 Prozent. Aber auch in westdeutschen Städten mit hoher Arbeitslosigkeit, wie etwa im Ruhrgebiet, falle die Verweildauer ähnlich lang aus wie in Ostdeutschland. In Bayern und Baden-Württemberg ist dagegen nur etwa jeder Dritte schon länger als vier Jahre von Hartz IV finanziell abhängig.

Der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager (CDU), forderte in der „WamS“ mehr Einsatz für den Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit. Die hohe Zahl von langfristigen Hartz-IV-Beziehern weise auf grundlegende Probleme für arbeitsmarktferne Menschen hin, sagte er. Und das in einer Zeit, in der die wirtschaftliche Situation und die Lage am Arbeitsmarkt überdurchschnittlich gut seien. „Diese Menschen haben ganz offenkundig dennoch keine Chance auf Beschäftigung.“ Deshalb seien Kreativität und innovative Strategien gefragt – am besten unter Einbeziehung von Arbeitgebern, Jobcentern und Politik.