Südafrika – ausländerfeindliche Neger machen Migranten für hohe Arbeitslosigkeit verantwortlich

Südafrikanische Neger machen Einwanderer für die hohe Arbeitslosigkeit verantwortlich. Bereits 2008 mehr als 60 Tote…

Quelle: Tagesschau.de

Nach Gewaltwelle in Südafrika Soldaten sollen Ausländer schützen

Stand: 21.04.2015 18:05 Uhr

Nach den Ausschreitungen gegen Ausländer in Südafrika zieht die Regierung Konsequenzen. Um die fremdenfeindliche Gewalt zu stoppen, soll auch das Militär eingesetzt werden. Bei den Übergriffen wurden seit Ostern mindestens sieben Menschen getötet.

Die Regierung in Südafrika will mithilfe des Militärs gewalttätige Ausschreitungen gegen Ausländer unterbinden. Die Soldaten würden in Gegenden stationiert, in denen mit Angriffen auf Zuwanderer gerechnet werden müsse, sagte Verteidigungsministerin Nosiviwe Mapisa-Nqakula. Dies betreffe das Township Alexandra in Johannesburg, aber auch die Stadt Durban und andere Teile der Provinz KwaZulu-Natal. Der Einsatz des Militärs sei „das letzte Mittel“ und werde Kritik hervorrufen, räumte Mapisa-Nqakula ein. „Die schutzbedürftigen Menschen werden dies aber zu schätzen wissen.“

Sieben Tote, Tausende Menschen auf der Flucht

In Alexandra war am Montag ein Paar aus Johannesburg angeschossen worden. Am Wochenende war dort ein Mosambikaner getötet worden. Die mutmaßlichen Täter wurden nund dem Haftrichter vorgeführt. In Durban hatten die Ausschreitungen ihren Anfang genommen, nachdem in der Stadt sechs Menschen getötet worden waren. Insgesamt wurden sieben Tote gezählt, Tausende Menschen flüchteten vor der Gewalt.

Nach dem tödlichen Angriff auf einen Mosambikaner im Township Alexandra werden die mutmaßlichen Täter dem Haftrichter vorgeführt.

Aufruf eines Zulu-Königs als Auslöser?

Die Angriffe richteten sich nach Angaben der Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ vor allem gegen Einwanderer aus Malawi, Simbabwe und Mosambik. Auslöser ist offenbar ein Aufruf des Zulu Königs Goodwill Zwelithini gewesen. Er soll lokalen Medien zufolge Ausländer zum Verlassen Südafrikas aufgefordert haben. Inzwischen erklärte er, seine Äußerungen seien missverstanden worden.

Viele Südafrikaner machen Einwanderer für die hohe Arbeitslosigkeit im Land verantwortlich und werfen ihnen vor, Einheimischen die Jobs wegzunehmen. Bereits 2008 waren bei einer ähnlichen Welle von Übergriffen mehr als 60 Ausländer getötet worden.

Quelle: Tagesschau.de

Fremdenfeindliche Übergriffe in Südafrika Gewalt auch in Johannesburg

Stand: 18.04.2015 16:00 Uhr

ach den Angriffen auf Ausländer im südafrikanischen Durban ist es auch in Johannesburg zu Ausschreitungen gekommen. Laut Polizei wurden Läden von Einwanderern in einem Armenviertel geplündert. Die Behörden wollen nun stärker durchgreifen.

In Südafrika haben sich die fremdenfeindlichen Ausschreitungen auch auf Johannesburg ausgeweitet. In einem Armenviertel der Metropole wurden Läden von Einwanderern geplündert, wie die Polizei mitteilte.

Bei ähnlicher Gewalt in Durban waren zuvor sechs Menschen getötet worden. Dort hat sich die Lage beruhigt, nachdem die Polizeipräsenz massiv erhöht wurde. Auch in Johannesburg wurden nach den Plünderungen die Sicherheitskräfte verstärkt. Nach Angaben der Polizei wurden in der vergangenen Nacht zudem mehr als 30 Verdächtige festgenommen.

Protest gegen Einwanderer in Johannesburg.

Hat die Polizei nicht schnell genug eingegriffen?

In ganz Südafrika kommt es seit Anfang des Monats vermehrt zu Übergriffen auf Ausländer aus anderen afrikanischen Staaten. Oft sollen Polizisten tatenlos dabei gestanden haben.

Viele Südafrikaner werfen den Einwanderern vor, ihnen die Arbeitsplätze wegzunehmen. Die Regierung erklärte, sie gehe Beschwerden über nicht gemeldete Migranten nach. Sie betonte aber auch, dass viele Ausländer legal in Südafrika arbeiteten und so zur Wirtschaftsentwicklung beitrügen.

2008 wurden bei einer ähnlichen Gewaltwelle rund 60 Menschen getötet. Im Januar fielen Plünderungen in Soweto und anderen Townships im Raum Johannesburg vier Menschen zum Opfer. Auch da waren Läden im Besitz von Migranten Ziel der Gewalttäter.