Streikende Schüler?

Schulkinder werden missbraucht

Von THEO MAASS, Preussische Allgemeine Zeitung

Schulfrei? Prima! Welcher Schüler würde da schon Nein sagen? Totalitäre Regime haben diesen Drang zur Freizeit für eigene Zwecke gern missbraucht. Ich erinnere mich noch gut an den Film „Mit dem Wind nach Westen“, der die spektakuläre Flucht einer
Familie aus der DDR zum Thema hatte. Gleich am Anfang werden dort die Schulkinder
einer Kleinstadt in Thüringen vom Unterricht befreit, um Unterschriften von Passanten
zu sammeln. Sie sollen damit die „Republikflucht“ eines Bürgers verurteilen.
Sehr weit davon war der „Schulstreik“ Berliner Schüler am 24. April nicht entfernt.
Angeblich waren 2500 (von 330232) Berliner Schulkinder – teilweise mit ihren Lehrern –
auf der Straße, um für Asylanten zu demonstrieren. Das „Neue Deutschland“ kennt derartige Aktionen ja noch gut aus der eigenen journalistischen Vergangenheit und feierte
die Aktion entsprechend begeistert. Dass von anderen Blättern sogar Zwölf- („Wir sind gegen die Verschärfung des Asylgesetzes“) und 14-Jährige („Ich bin mit meinen Freunden
hier, wir wollen etwas für die Flüchtlinge tun“) zitiert werden, um die „richtige“ Meinung
zu transportieren, stört die Schreiber keineswegs. Eine begleitende Lehrerin erklärt
ihr Handeln: „Wir haben über das Thema Flüchtlinge im Unterricht gesprochen. Den
Kindern war es wichtig, an der Demo teilzunehmen.“ Dass es sich bei der ganz überwiegenden Zahl der „Flüchtlinge“ keineswegs um politisch verfolgte Menschen handelt, wird den jungen Leuten vorenthalten. Sie werden manipuliert.
Die Eltern, die darauf vertrauen, ihre Kinder lernten in der Schule Schreiben, Lesen
und Rechnen, werden von solchen „Pädagogen“ hinters Licht geführt. Immerhin leben
jene Lehrer von den Steuergeldern der Eltern, die ihnen die Kinder vertrauensvoll
übergeben haben. Jahre später kann das dann so aussehen: Der 17-jährige Jan Börger von der Sophie-Scholl-Schule in Schöneberg gehört zum Organisationsteam des „Refugee Schul- und Unistreik (RSUS)“. Er plappert die gelernten „Antifa“-Phrasen
herunter: „Wir wollen zeigen, dass es Rassismus in allen Arten gibt. Auf den Straßen,
mit Pegida, in den Köpfen und auch im Parlament“, und weiter: „Die Ursachen, die die
Menschen zur Flucht zwingen, werden im Allgemeinen von Kapitalismus und Imperialismus mit verursacht.“ Börger sollte mal über den Begriff „Streik“
nachdenken. Wenn er morgens versucht, mit der S-Bahn zu fahren, und die in der GDL organisierten Lokführer ihre Züge stehen lassen, um für sich mehr Tarifmacht durchzusetzen, dann nennt man das Streik. Wenn Börger keine Lust hat, zur Schule zu gehen, ist das kein Streik.