Vom friedliche Miteinander zwischen Deutschen und Migranten…

Es gehschah in Kirchweyhe

Heute sprechen wir mal nicht über den NSU…

Politischer Missbrauch eines Mordes (von Dr. Rolf Kosiek)

Bis Mitte März 2013 war die Welt in dem kleinen Ortsteil Kirchweyhe der niedersächsischen Kleinstadt Weyhe noch in Ordnung. Doch dann geschah aus heiterem Himmel eine Bluttat, wie sie in jedem anderen Ort in der Gegenwart sich ereignen könnte – un die Welt war für den Ort verändert.

Was war vorgegangen?

Am Samstagabend besuchte ein Freundeskreis um Daniel S. die Diskotheken der Umgebung. Da man zu trinken vorhatte, wurde ein Bus mit Fahrer wie schon mehrfach gemietet, der die Gruppe herumfahren sollte. Unterwegs wurden fünf andere Jugendliche aufgenommen. Diese Angetrunkenen, anscheinen alles Türken, suchten, anstatt für die Mitnahme dankbar zu sein, offenbar Streit. Die Bild-Zeitung brachte die Aussage eines der Deutschen: „Sie pöbelten mich an. Meine Freunde gingen dazwischen. David wollte schlichten. Es entstand ein riesiges Geschubse und Gebrüll. Dann bekam ich mit, wie die Türken mit ihren Handys Verstärkung riefen. Sie bestellten weitere Freund zum Bahnhof, um uns in Empfang zu nehmen…“

Als Daniel S. dort nach dem zwanzigjährigen türkischen Haupttäter Ciban A. den Wagen verließ, wurde er von dessen Freunden „empfangen“ und zu Boden geworfen. Der bereits einschlägig als Gewalttäter vorbestrafte Ciban soll dann mit großer Wucht auf den am Boden liegenden Daniel eingetreten haben, dass dessen Kopf und Wirbelsäule so stark verletzt wurden, dass er kurz darauf starb.

Die regionalen Medien berichteten über die Tat, vermieden es aber -politisch korrekt (?) – meistens, die Herkunft des Täters und dessen von Gewalttaten gekennzeichnete Vorgeschichte zu erwähnen. Auch deswegen bildeten sich -vor allem über das Internet – Gruppen, die Mahnwachen anmeldeten. Das wollte die SPD-Stadtverwaltung verhindern und rief selbst zu einer Mahnwache in zwei Tagen vor dem Bahnhof am Ort des Verbrechens auf, während alle anderen Demonstrationen verboten wurden.

Bei dieser Mahnwache versuchte die Verwaltung, die Erinnerung an das blutige Geschehen in eine Aktion gegen Rechts umzufunktionieren. Bürgermeister Frank Lemmermann (SPD) und Pastor Holger Tietz bemühten sich nach Kräften, die Tatsachen zu verdrängen und aus der Mahnwache für den ermordeten Deutschen eine Demonstration gegen nationale Deutsche zu machen. Die erstaunten Teilnehmer hörten vom Bürgermeister Sätze wie „Es gibt viele, die behaupten, die Türken seien schuld, aber das stimmt nicht. Es hätten auch andere junge Männer sein können.“ In Kirchweyhe bestehe kein deutsch-türkisches Problem. „Unsere Gesellschaft wird bereichert durch fremde Kulturen und Restaurants.“ Die Integration müsse verbessert werden. Der Pastor betonte anschließend, dass er nicht als Seelsorger spreche, sondern als Vorsitzender des „Runden Tisches gegen Rechts und für Integration“. Er warnte die Bürger davor, nach der Herkunft der Täter zu fragen, da damit die Rechten „ihre schmutzige Suppe“ kochten. Wer von Schwierigkeiten zwischen Deutschen und Ausländern spreche, „der lügt“ und betreibe „geistige Brunnenvergiftung“. Weyhe sei „bunt“.

So einfach ist das heute, und aus Tätern werden Opfer gemacht. An das deutsche Opfer wurde kaum gedacht. Dass die Integration auf die Dauer überall scheitert, wurde schon vor Jahren (oder Jahrzehnten?) erkannt, ohne dass die politischen Verantwortlichen davon Kenntnis nahmen. Jetzt hat diese Entwicklung auch die kleine betuliche niedersächsische Kleinstadt Weyhe erreicht. So musste dort ein unschuldiger deutsche dran glauben. Er wird sicher nicht der Letzte gewesen sein.


Denken Sie daran, wenn Sie das nächste Mal von einem Mitmenschen mit Migrationshintergrund nach einer Zigarette gefragt werden. Auch der viel zitierte Spruch „Ey, was guckst Du?“ könnte Ihr Todesurteil sein. Recherchieren Sie selbst nach tödlichen Übergriffen durch Migranten im Internet. Sie werden erstaunt sein, wie viele Todesopfer es innerhalb eines Jahres gibt. Selbstverständlich ohne das ganze Theater, dass die vermeintlichen Opfervölker umgekehrt gerne veranstalten und, wie hier dargelegt, natürlich auch ohne Gutmenschen-Lichterketten.

Vielleicht kommen Sie ja nach Ihrer eigenen Recherche zu anderen Ergebnissen. Denken Sie daran, dass das anders lautende Erkenntnisse als von den Gutmenschen propagiert nach dem Willen Bürgermeister Frank Lemmermann (SPD) und Pastor Holger Tietzvon mindestens in Ihrer unmittelbaren Verunglimpfung endet, auch müssen Sie mit gewalttätigen Übergriffen nicht nur durch Migraten sondern auch durch selbsternannte Gutmenschen rechnen. Denken Sie immer daran: Wer von Schwierigkeiten zwischen Deutschen und Ausländern spricht, „der lügt“ und betreibt „geistige Brunnenvergiftung“!


Quelle: http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/tod-nach-diskofahrt-in-kirchweyhe-streitschlichter-daniel-s-stirbt-nach-brutaler-pruegelattacke-/7927578.html

Tod nach Diskofahrt in Kirchweyhe Streitschlichter Daniel S. stirbt nach brutaler Prügelattacke

 14.03.2013 11:16 Uhr

von Tanja Buntrock

Nach einer brutalen Attacke ist am Sonntag ein 25-Jähriger im niedersächsischen Kirchweyhe ins Koma getreten worden. Am heutigen Donnerstag starb Daniel S. im Krankenhaus. Der Fall erinnert an den Tod des 20-jährigen Jonny K. aus Berlin.

Blumen und Trauerlichter am Tatort. Foto: dpa
Blumen und Trauerlichter am Tatort. – Foto: dpa

Für den 25-jährigen Daniel S. konnten die Ärzte im Krankenhaus nichts mehr tun. Am frühen Donnerstagmorgen starb der Mann an den Folgen seiner Verletzungen einer brutalen Prügelattacke nach einem Diskobesuch im niedersächsischen Kirchweyhe. Dies bestätigte die Staatsanwaltschaft in Verden (Niedersachsen) dem Tagesspiegel. Der haupttatverdächtige Schläger, Sihan A. (20) sitzt in Untersuchungshaft. Er war am Sonntagabend wegen – zu dem Zeitpunkt noch versuchten Mordes – verhaftet worden.

Nach dem, was die Ermittler bisher wissen, wollte Daniel S. lediglich einen Streit zwischen Diskobesuchern schlichten und musste dafür sterben.

Mit Freunden war der 25-Jährige in der Nacht zu Sonntag in der Disko „Fun Factory“ in Wildeshausen. Gegen vier Uhr früh fuhr die Gruppe um Daniel S. mit einem Bus dann nach Kirchweyhe. In dem Bus soll es mit einer Gruppe junger Türken zum Streit gekommen sein. Am Bahnhof Kirchweyhe sollen dann bereits per Handy hinzugerufene weitere Freunde der jungen Türken auf den Bus gewartet haben. Worum es bei dem Streit ging, ist unklar. Doch soll es laut Staatsanwaltschaft Daniel S. gewesen sein, der „beschwichtigend auf alle Beteiligten einwirkte und sich so den Zorn der Beschuldigten zuzog“, hieß es bei der Staatanwaltschaft. Als Daniel S. am Bahnhof auf dem Bus gestiegen war, soll Sihan A. ihm zunächst einen massiven Fußtritt verpasst haben und dann „weiter auf das bereits regungslos am Boden liegende Opfer eingetreten haben“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Lutz Gaebel. Anschließend flüchtete er und versteckte sich auf einem benachbarten Gebrauchtwagengelände.

Am Sonntagabend gelang es den Ermittlern, den Gesuchten festzunehmen. Ebenso, wie vier weitere Tatverdächtige. „Sie wurden aber alle wieder entlassen“, sagte Gaebel. Die Ermittlungen dauern an. Es werde auch geprüft, ob es weitere Tatverdächtige außer den 20-Jährigen gibt. Sihan A. ist als Gewalttäter bei der Polizei bekannt. Da die Delikte verübt worden waren, als er noch ein Jugendlicher war, wollte sich Gaebel aus Gründen des Jugendschutzes nicht dazu im Detail äußern.

Der Fall erinnert an die brutale Attacke auf den 20-jährigen Jonny K. am Alexanderplatz in Berlin. Auch er war vor einer Disko so gewaltsam getreten worden, dass er einen Tag später an den Folgen einer Hirnblutung im Krankenhaus starb. Kurz darauf hat die Polizei sechs Tatverdächtige identifiziert. Gegen vier ist kürzlich Anklage erhoben worden. Ein weiterer kehrte am vorigen Wochenende nach seiner Flucht in die Türkei zurück. Der mutmaßliche Haupttäter befindet sich immer noch in der Türkei. Der Fall hatte auch politische Auswirkungen. So hatte Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) seinen türkischen Amtskollegen Muammer Güler um die Auslieferung Onur U.s gebeten – allerdings bislang ohne Erfolg. Der Grund ist offenbar, dass Onur U. neben der deutschen auch die türkische Staatsangehörigkeit besitzen soll. Die Türkei liefert keine Landsleute aus.

Die tödliche Prügelattacke auf Daniel S. hingegen ist über die lokalen Medien im Kreis Verden oder Bremen hinaus kaum thematisiert worden. Eine Erklärung dafür hat die Staatsanwaltschaft nicht. „Für uns ist das mediale Interesse nicht interessant. Wir machen unsere Arbeit“, sagte Gaebel. „Vielleicht liegt es ganz banal daran, dass der Fall auf dem Land passierte und nicht in der Hauptstadt“, mutmaßt ein Ermittler.


Quelle: http://www.welt.de/13722083

17.11.11

Wahllose Prügelattacke

Berliner U-Bahn-Schläger schweigen zum Mordversuch

In Berlin hat der Prozess gegen vier Jugendliche begonnen, die zwei Deutsche im U-Bahnhof verprügelt haben sollen. Bislang schweigen die Angeklagten.

Prozess gegen Lichtenberger U-Bahnschlaeger

Foto: dapd/DAPD

Hinter verschlossenen Türen hat der Prozess gegen vier Berliner Schüler begonnen, denen die Staatsanwaltschaft versuchten Mord aus Habgier und niedrigen Beweggründen vorwirft. Die Angeklagten im Alter von 15 bis 18 Jahren haben sich vor dem Berliner Landgericht zunächst in Schweigen gehüllt. Als Motiv für den Gewaltausbruch in einem U-Bahnhof nennt die Anklage Hass auf Deutsche und Freude an der grundlosen Misshandlung Schwächerer.

Am 11. Februar kurz vor Mitternacht soll das Quartett grundlos zwei damals 30 Jahre alte Maler angegriffen haben. Einer der Männer erlitt schwerste Kopfverletzungen und lag vier Wochen im künstlichen Koma.

Die Angeklagten wollen sich später äußern, kündigte Verteidiger Dirk Lammer an. Die Jugendlichen hätten im Vorfeld weitgehend gestanden. Sie bestreiten aber einen Tötungsvorsatz, sagte Lammer. Das Motiv der Deutschenfeindlichkeit ist aus Sicht des Anwalts „nicht nachvollziehbar“.

Das Quartett soll im U-Bahnhof Berlin-Lichtenberg die beiden Männer angegriffen haben, um sie „abzuziehen“. Die Jungen mit ausländischen Wurzeln sollen „Scheiß Nazis“ gegrölt haben. Mit unglaublicher Brutalität wurde einer der Männer fast zu Tode gequält. Gestohlen wurden sein Handy und etwas Kleingeld. Der lebensgefährlich Verletzte kämpfte sich nur langsam ins Leben zurück.

Der Maler war mit seinem Kollegen auf dem Heimweg, als er zum Opfer der Gewaltorgie wurde. Wuchtige Tritte donnerten gegen Kopf und Körper. Der Mann ging zu Boden. Ein 18-Jähriger soll auf seinen Oberkörper gesprungen sein.

Der Maler rappelte sich auf und wurde erneut niedergeschlagen. Ein Fluchtversuch des Schwerverletzten scheiterte. Der 17-jährige Schüler soll das Opfer im Sprung von der Treppe mit voller Wucht getreten haben. Der Handwerker blieb reglos liegen.

Auch der Begleiter des Malers wurde bei dem Übergriff verletzt. Der Mann konnte zunächst in Todesangst aus dem Bahnhof fliehen, wurde aber aufgespürt. Er erlitt zahlreiche Blutergüsse. Ein Passant zeigte Zivilcourage: Der Helfer, der aus der Rockerszene stammen soll, trieb die Schläger in die Flucht. Beide Opfer sind Nebenkläger. Sie werden kommende Woche als Zeugen erwartet.

dpa

Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/berliner-u-bahn-attacke-passanten-liessen-pruegel-opfer-liegen-a-745938.html

16. Februar 2011, 15:09 Uhr

Berliner U-Bahn-Attacke

Passanten ließen Prügel-Opfer liegen

Nach einer Hetzjagd im U-Bahnhof Lichtenberg haben jugendliche Schläger in Berlin einen 30-Jährigen halbtot geprügelt. Passanten sollen tatenlos zugeschaut haben. Sie alarmierten die Polizei erst, als das Opfer bewusstlos am Boden lag. Selbst erfahrene Ermittler sind schockiert.

Berlin – Der Malergeselle hatte die Woche bei einem Feierabendbier mit einem Kollegen ausklingen lassen. Als sich die beiden 30-Jährigen gegen Mitternacht auf den Heimweg machen, fallen plötzlich vier Jugendliche über sie her. Während sein Kollege leicht verletzt flüchtet, rennt das andere Opfer in den nahe gelegenen U-Bahnhof Lichtenberg der Linie 5, womöglich in der Hoffnung, dort Hilfe zu bekommen.

Als der Mann in weißer Arbeiterhose und blauem Pullover die Treppe erreicht, die auf den Bahnsteig führt, holen die Täter ihn ein. Einer der Jugendlichen schlägt sofort zu, ein anderer schubst den 30-Jährigen die Stufen hinunter. Auf dem Bahnsteig prügelt die Bande weiter: Mit voller Wucht schlagen sie auf Körper und Kopf des Opfers ein, nehmen Anlauf, bevor sie zutreten. Als der 30-Jährige schon völlig benommen an einer Säule lehnt, springt einer der Täter mit ausgestrecktem Bein in ihn hinein. Der Malergeselle sackt zusammen, bleibt bewusstlos am Boden liegen. Bevor die Bande den Bahnhof verlässt, zieht einer der Schläger noch schnell das Handy aus der Jackentasche des Opfers.

So zeigen es die Bilder einer Überwachungskamera, die den brutalen Überfall aufzeichnete. Was auf dem Video ebenfalls zu sehen sein soll: Passanten beobachten die Schlägerei, gehen an dem Verletzten vorbei ohne einzugreifen, wenden den Blick ab. Einer von ihnen soll dem Bewusstlosen sogar die Jacke gestohlen haben. Erst als der Mann reglos auf dem Bahnsteig liegt, alarmieren Fahrgäste Polizei und Feuerwehr.

Im nahe gelegenen Krankenhaus verschlechtert sich der Zustand des Mannes zwei Tage nach der Attacke massiv. Nach einer Gehirnblutung versetzen ihn Ärzte in ein künstliches Koma. Der 30-Jährige schwebt in Lebensgefahr. „Sollte er jemals wieder erwachen, wird er wahrscheinlich schwerbehindert sein“, so ein Polizeibeamter zur „Berliner Morgenpost“.

Der jüngste Täter ist erst 14 Jahre alt

Dank der Aufzeichnungen der Kameras, auf denen die Schläger gut zu erkennen sind, können Beamte der Mordkommission schnell handeln. Als ein Ermittler der Operativen Gruppe Jugendgewalt (OGJ) das Video sieht, erinnert er sich an einen Jungen, den er vor drei Jahren bei einer Präventionsveranstaltung an einer Lichtenberger Schule traf. Die Beamten sprechen mit dem Schulleiter und nehmen den mutmaßlichen Täter am Dienstagvormittag fest. Er sei zuvor nur durch „Kleinigkeiten“ aufgefallen, wie die „Berliner Morgenpost“ berichtet. Am Nachmittag können auch die drei Komplizen des 17-Jährigen gefasst werden. Einer von ihnen ist erst 14 Jahre alt.

Inzwischen hat die Schläger-Bande die Tat gestanden. Die vier sollten am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden. Allerdings gaben sie in ihren Geständnissen an, sie hätten den 30-Jährigen „nicht töten“ wollen, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Mittwoch sagte. Zudem hätten sie sich von dem Opfer provoziert gefühlt, da sie die Worte „Sieg Heil“ gehört hätten. Aus Ermittlerkreisen hieß es aber, es handele sich um eine abgesprochene Schutzbehauptung. Von den bislang bekannten Zeugen habe keiner angegeben, diese Äußerung gehört zu haben.

Die Polizei ermittelt wegen versuchten Raubmordes und gefährlicher Körperverletzung. Im Falle einer Verurteilung drohen den jugendlichen Tatverdächtigen nach dem Jugendstrafrecht bis zu zehn Jahre Gefängnis.

Polizisten zeigten sich nach der Attacke schockiert von der unfassbaren Gewaltbereitschaft der Schläger. „Die Hemmungen zur Gewalt sind bei jugendlichen Straftätern heutzutage völlig weg“, sagte der Berliner Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Bodo Pfalzgraf, am Mittwoch. Die Tat sei jedoch beispielhaft für einen Trend, der seit Jahren im Bereich der Jugendkriminalität erkennbar ist: Zwar sinke die Zahl der in Berlin erfassten Delikte kontinuierlich, doch zugleich steige die Brutalität, mit der die Taten verübt würden, berichtet die „Berliner Morgenpost“. Dass bereits wehrlos am Boden liegende Opfer mit Fußtritten traktiert würden, sei „trauriger Alltag“, so ein Kriminalbeamter in dem Blatt. Es grenze an „ein Wunder, dass dabei nicht häufiger Tote zu beklagten sind“.

Auf Entsetzen stößt auch das Verhalten der umstehenden Passanten, die erst reagierten, als der Mann bewusstlos am Boden lag. „Der Senat muss Programme zur Förderung von Zivilcourage ins Leben rufen“, forderte Pfalzgraf. Der Malergeselle war nach Angaben der Staatsanwaltschaft zufällig zum Opfer geworden. Er soll die Täter nicht gekannt haben. „Es hätte jeden treffen können“, so Steltner.

Zugleich dürfte der Fall eine erneute Diskussion über die Wirkung von Überwachungsanlagen auf öffentlichen Plätzen entfachen: „Die Kameras haben jetzt dafür gesorgt, dass die Polizei die Täter schnell stellen und von ihnen kein weiterer Schaden ausgehen konnte. Aber die Tat verhindert haben die Kameras nicht“, so ein Kriminalbeamter zur „Berliner Morgenpost“. „Den bewaffneten Schutzmann auf dem Bahnhof kann man nicht durch Linsen und ein paar Drähte ersetzen.“

Ähnliche Fälle in deutschen Großstädten sorgten in den vergangenen Jahren immer wieder für Bestürzung und politische Diskussionen. Im Dezember 2007 schlugen zwei junge Männer in München einen Rentner zusammen und verletzten ihn lebensgefährlich, weil er bat, in der U-Bahn nicht zu rauchen.

Im September 2009 starb der Geschäftsmann Dominik Brunner nach einer Schlägerei mit zwei Jugendlichen an einem S-Bahnsteig in München. Der 50-Jährige hatte vier Schüler vor den Gewalttätern beschützt. Auch in Hamburg und Köln gab es im vergangenen Jahr ähnliche Attacken.

sar/dpa/dapd


Quelle: http://www.focus.de/panorama/welt/sechs-wochen-nach-tod-von-jonny-k-noch-eine-schlaegerattacke-am-alexanderplatz_aid_867958.html

FOCUS Online Nachrichten

Sechs Wochen nach Tod von Jonny K.

Noch eine Schlägerattacke am Alexanderplatz

Sonntag, 25.11.2012, 11:30

dpa Schon wieder Gewalt am Berliner Alexanderplatz: Dieses Mal konnte ein couragierter Passant Schlimmeres verhindern

Der Alexanderplatz in Berlin ist schon wieder zum Tatort geworden: Nach einem Streit prügelten und traten mehrere Jugendliche auf einen stark betrunkenen 18-Jährigen ein. Es ging offenbar um ein Mädchen.

 Drei bis vier Mitglieder einer etwa 15-köpfigen Gruppe waren am späten Freitagabend auf den 18-Jährigen losgegangen, bestätigte ein Polizeisprecher am Samstag. Wie die Berliner Zeitung „B.Z“ berichtet, war der Alexanderplatz um 23 Uhr noch sehr belebt, als es an der Straßenbahnhaltestelle an der Gontardstraße zunächst zu einer lautstarken Auseinandersetzung kam. Der 18-jährige Azubi Robert G. stritt demnach heftig mit einer Gruppe von 15-20 Jugendlichen. Zeugen berichteten der „B.Z“, dass es dabei offenbar um ein Mädchen ging und die Kontrahenten sich kannten.

Der Streit eskalierte sehr schnell: Drei Jugendliche aus der Gruppe gingen auf den 18-Jährigen los, schlugen auf ihn ein und traten gegen seinen Kopf. Selbst als Robert G., ohnehin schon stark alkoholisiert, wehrlos zu Boden ging, ließen die Jugendlichen noch nicht von ihrem Opfer ab. Erst als ein couragierter Passant, der die Prügelattacke beobachtet hatte, dazwischen ging, hörten die Jugendlichen mit ihren Schlägen und Tritten auf. Wie die „B.Z.“ weiter berichtet, flüchtete die Gruppe, während der Zeuge den Notarzt alarmierte.

Das Prügel-Opfer hat einen Filmriss

Robert G. wurde demnach im Krankenhaus Friedrichshain behandelt. Am Samstag erzählte er der „B.Z.“, dass er einen Filmriss habe: „Ich kann mich an nichts erinnern. Eigentlich war ich am Freitagabend bei einem Kumpel am Antonplatz in Weißensee. Ich habe keine Ahnung, wie ich zum Alexanderplatz gekommen bin und kann mich auch nicht erinnern, was da passiert ist.“ Nach eigenen Aussagen habe Robert G., der eine Ausbildung zum Spannungsmechaniker macht, keine Schmerzen, nur ein paar Prellungen und Kratzer. Die Polizei sicherte Freitagnacht die Blutspuren am Tatort, die nun von der Kriminaltechnik ausgewertet werden. Nach den Tätern wird gefahndet.

Schauplatz des tödlichen Angriffs auf Jonny K.

Am Berliner Alexanderplatz ist es in den vergangenen Wochen immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen. Bundesweites Entsetzen löste der Tod von Jonny K. aus. Der Mann war am frühen Morgen des 14. Oktober ohne Anlass so brutal zusammengeschlagen worden, dass er einen Tag später an Gehirnblutungen starb.

jp/dpa
dpa / Michael Kappeler Passanten stehen an der Stelle am Alexanderplatz, wo ein junger Mann so schwer attackiert wurde, dass er einen Tag später seinen Verletzungen erlag.
Der 20-jährige Jonny K. war nach einem brutalen Prügelangriff gestorben: Von den drei Tatverdächtigen der Attacke auf dem Berliner Alexanderplatz ist offenbar nur noch einer in Polizeigewahrsam. Weitere Verdächtige sind noch auf der Flucht.
Anderthalb Wochen nach der tödlichen Gewaltorgie am Berliner Alexanderplatz sind zwar gegen inzwischen zwei Verdächtige Haftbefehle ergangen, einer wurde nach Angaben der „Berliner Morgenpost“ vom Freitag am Donnerstagabend aber wieder ausgesetzt. Ein dritter Verdächtiger entging einem Haftbefehl, da dem 19-Jährigen lediglich gefährliche Körperverletzung vorgeworfen werden könne.Diese habe sich zudem nicht gegen den getöteten Jonny K. gerichtet, sondern gegen einen Begleiter, teilte die Zeitung weiter mit und berief sich auf den Sprecher der Staatsanwaltschaft Berlin, Martin Steltner. Die Staatsanwaltschaft prüft demnach, Beschwerde einzulegen.

Beschwerde gegen Aussetzen des Haftbefehls

Gegen einen 21-Jährigen, der sich am Mittwoch wie der 19-Jährige gestellt hatte, erging am Donnerstag zwar Haftbefehl wegen Körperverletzung mit Todesfolge. „Der Vollzug wurde jedoch aufgrund seines Geständnisses, seiner sozial-familiären Bindungen und seines Vorlebens außer Vollzug gesetzt“, berichtet die Zeitung. Dagegen habe die Staatsanwaltschaft Beschwerde eingelegt, es werde darüber aber erst später entschieden.

Damit sitzt nach wie vor nur ein 19-Jähriger Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Weitere Verdächtige waren noch auf der Flucht. Einer der mutmaßlichen Schläger könnte sich laut Staatsanwaltschaft in die Türkei abgesetzt haben.

Prügelattacke mit Todesfolge

Den Männern wird vorgeworfen, in der Nacht zum 14. Oktober den 20-Jährigen vor einem Lokal nahe dem Alexanderplatz ohne Anlass so brutal zusammengeschlagen und getreten zu haben, dass er einen Tag später an Gehirnblutungen starb. Die Gewaltattacke hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst.

Innensenator Frank Henkel (CDU) sagte der dpa: „Wir werden alles daran setzen, auch die restlichen Täter zu bekommen.“ Der hohe Fahndungsdruck habe sich bereits ausgezahlt.

Noch kein Amtshilfeersuchen an die Türkei

Die drei gefassten Männer hätten in Vernehmungen eine Tatbeteiligung eingeräumt, sagte Sprecher Steltner vor der richterlichen Entscheidung. Auf die Frage, ob der in die Türkei geflüchtete mutmaßliche Gewalttäter mit einem Amtshilfeersuchen zurückgeholt wird, sagte Steltner: „Soweit ist es noch nicht.“ Bei der Polizei gingen bis Donnerstag 45 Hinweise ein.

Am Sonntag können Familie, Freunde und Berliner Abschied von Jonny K. nehmen. Die Trauerfeier, die zunächst dem engen Familien- und Freundeskreis des gebürtigen Thailänders vorbehalten ist, wird als buddhistische Zeremonie gestaltet. Ob auch Politiker des rot-schwarzen Senats zur Trauerfeier kommen, war noch offen. Am Tatort hatten viele Berliner Blumen und Kerzen aufgestellt.
dn/dpa

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