7,5 Millionen Euro für Haiti / 60 Millionen Euro für Auschwitz

Erdbeben in Haiti

Eine Katastrophe mit den achtfachen Ausmaßen des Atombombenabwurfs auf Hiroshima

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wissen/919/500189/text/

 

Liebe Leser! Finden Sie heraus, was an unserer Gesellschaft und der Geisteshaltung der hier lebenden Menschen und deren Vertretern, den etablierten Politikern, nicht stimmt. Lesen Sie als mündiger Bürger die folgenden Pressemeldungen:

 

60 Millionen Euro für Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

Berlin — Deutschland wird sich in den kommenden fünf Jahren mit 60 Millionen Euro am Erhalt der Gedenkstätte des einstigen NS-Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau beteiligen. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) teilte in Berlin mit, der Betrag für die Stiftung Auschwitz-Birkenau werde je zur Hälfte von Bund und Ländern finanziert. Westerwelle begrüßte die Vereinbarung von Bund und Ländern. Damit leiste Deutschland einen „wichtigen und würdigen“ Beitrag zum Erhalt der Gedenkstätte. Dies sei „Ausdruck unserer historischen Verantwortung“.

Aufgabe der Stiftung Auschwitz-Birkenau ist es, den Erhalt der Gedenkstätte – deren Bausubstanz von witterungsbedingtem Verfall bedroht ist – langfristig zu sichern. Die zugesagten 60 Millionen machen die Hälfte des angestrebten Stiftungskapitals von 120 Millionen Euro aus. Nach Angaben der nordrhein-westfälischen Staatskanzlei sollen mit den Erträgen über 150 Gebäude und 300 Ruinen sowie vor allem unzählige persönliche Gegenstände der ermordeten Gefangenen erhalten werden. Jährlich sind vier bis fünf Millionen Euro für den Unterhalt der Gedenkstätte nötig. Das Geld stammt bislang überwiegend vom polnischen Staat sowie aus dem Erlös von Publikationen und Führungen.

Der Leiter der Stiftung Auschwitz-Birkenau, Piotr Cywinski, sagte: „Das ist ein großer Tag.“ Nun werde aus dem Plan des langfristigen Erhalts der Gedenkstätte Realität. Der Stiftungsgründer, der frühere polnische Außenminister und Auschwitz-Überlebende Wladyslaw Bartoszewski würdigte das Verantwortungsbewusstsein der deutschen Seite „mit Blick auf die Geschichte“. Während der NS-Herrschaft starben in Auschwitz-Birkenau rund 1,1 Millionen Menschen. Die meisten von ihnen wurden in den Gaskammern ermordet, die übrigen starben an Überarbeitung, Hunter und Krankheiten.

 

60 Millionen Euro für Erhalt der Gedenkstätte Auschwitz – Ministerpräsident Jürgen Rüttgers begrüßt Beschluss von Bund und Ländern

Quelle: http://www.nrw.de/presse/60-millionen-euro-fuer-erhalt-der-gedenkstaette-auschwitz-8326/

Die Staatskanzlei teilt mit:

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat den heutigen Beschluss (16. Dezember 2009) von Bund und Ländern begrüßt, in den kommenden fünf Jahren der Internationalen Stiftung Auschwitz-Birkenau 60 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. „Die Verantwortung für das, was geschehen ist, bleibt“, begründete der Ministerpräsident am Rande der Ministerpräsidenten-Konferenz das Engagement Deutschlands.

In dem Beschluss bekennen sich Bund und Länder zur gemeinsamen Verantwortung, die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, weltweit das Symbol des Holocaust, des beispiellosen Völkermords und des Terrors während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, als Mahnmal der europäischen Geschichte zu erhalten. Die Koordination der Umsetzung des Beschlusses der Bundeskanzlerin und der Regierungschefs der Länder übernehmen der Bund und Nordrhein-Westfalen.

Die Internationale Stiftung Auschwitz-Birkenau wurde auf Initiative von Staatssekretär Władysław Bartoszewski Anfang dieses Jahres (2009) gegründet. Mit den Erträgen des angestrebten Stiftungskapitals von 120 Millionen Euro sollen künftig die über 150 Gebäude und 300 Ruinen sowie vor allem die unzähligen persönlichen Gegenstände der ermordeten Häftlinge erhalten werden. Nordrhein-Westfalen habe den Gedanken, die Gedenkstätte mit Hilfe einer Stiftung zu erhalten, von Beginn an unterstützt, so Ministerpräsident Rüttgers. Dabei knüpfe man an die Hilfe an, die Nordrhein-Westfalen beispielsweise schon bei der Restaurierung und Archivierung der Akten des Hygiene-Instituts leiste.

Auschwitz stehe wie kein zweiter Ort für den millionenfachen Mord an den Juden Europas. „Das Erinnern an diesen Zivilisations- und Kulturbruch und die Auseinandersetzung damit bleibt eine der wichtigsten Aufgaben“, so der Ministerpräsident: „Wer die Zukunft Europas und der Welt friedlich und im respektvollen, toleranten Miteinander gestalten will, der muss um das Vergangene wissen. Wer das Morgen menschlich machen möchte, muss um das Unmenschliche im Gestern wissen.“

Rüttgers, der zugleich als einziger Deutscher Mitglied im Stiftungsrat der Internationalen Auschwitz-Stiftung ist, würdigte die Bereitschaft der Länder und des Bundes, sich dieser Verpflichtung gemeinsam durch eine Zustiftung in Höhe von 60 Millionen Euro zu stellen. „Jeder weiß, wie angespannt die Lage der öffentlichen Haushalte ist. Und doch stand dieses Engagement hier zu keiner Zeit in Frage“, betonte Rüttgers. Er zeigte sich zugleich zuversichtlich, dass mit dem deutschen Beitrag – auf das Land Nordrhein-Westfalen entfällt ein Anteil von rund 6,4 Millionen Euro – der Weg frei sei für weitere Zustiftungen: „Viele europäische Länder haben darauf geschaut, wie Deutschland sich verhält. Nun können sie sich daran orientieren.“

 

Deutschland hilft Haiti mit 7,5 Millionen Euro

Quelle: http://www.tagesschau.de/inland/haiti436.html

Die Bundesregierung stockt ihre Erdbebenhilfe für Haiti um sechs Millionen auf 7,5 Millionen Euro auf. Das gaben Außenminister Gudio Westerwelle und Entwicklungsminister Dirk Niebel nach einer Sitzung des deutschen Krisenstabes in Berlin bekannt. Zuvor hatte die Bundesregierung bereits 1,5 Millionen Euro Hilfe bewilligt. Angesichts der Informationen aus der Botschaft in Port-au-Prince und der fürchterlichen Bilder sprach Westerwelle von einer „Katastrophe biblischen Ausmaßes“ und einer menschlichen „Tragödie“.

Außenminister Westerwelle sprach von einer Katastrophe "biblischen Ausmaßes". (Archivbild)  (Foto: REUTERS) 

[Bildunterschrift: Außenminister Westerwelle sprach von einer Katastrophe „biblischen Ausmaßes“. ]

Von den 7,5 Millionen Euro sind 2,5 Millionen Euro für Nahrungsmittel vorgesehen. Nach Niebels Angaben sollen die Lebensmittel durch das Welternährungsprogramm verteilt werden. Westerwelle sagte, ein Vorausteam des Technischen Hilfswerkes bereite den Einsatz von zwei Wasseraufbereitungsanlagen vor, die 60.000 Menschen mit Trinkwasser versorgen können. Zugleich bereite Deutschland den Aufbau eines größeren mobilen Krankenhauses vor. Die deutsche Hilfe geschehe in enger Abstimmung mit den internationalen Partnern, sagte Westerwelle.

Der Außenminister bedankte sich bei der deutschen Bevölkerung für die zahlreichen Spenden und auch bei der Wirtschaft für deren „bemerkenswerte Hilfe“. Deutsche Pharmaunternehmen hatten angekündigt, kostenlos Medikamente zur Verfügung stellen. Die Lufthansa kündigte einen Sonderflug mit Hilfsgütern an. Westerwelle appellierte an alle Bundesbürger, weiter für die Opfer in Haiti zu spenden.

Erstes deutsches Opfer identifiziert

Westerwelle teilte zugleich mit, dass unter den Toten in Haiti ein erster Deutscher geborgen worden sei. Nach Auskunft des Auswärtigen Amts handelt es sich um einen 28-JährigenHamburger. Weiterhin würden noch 30 Deutsche vermisst. Es sei nicht auszuschließen, dass noch mehr Deutsche unter den Todesopfern seien. Inzwischen sei es gelungen, 15 deutsche Staatsangehörige außer Landes zu bringen.