Die geistige Verwahrlosung unserer „Eliten“

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Autor Vera Lengsfeld

Veröffentlicht am 31. Juli 2019


Am Tag zwei nach dem im Frankfurter Hauptbahnhof begangenen, an Scheußlichkeit kaum zu überbietenden Verbrechen ist es Zeit, eine Analyse der Reaktionen von Politik und Medien zu erstellen. Um es vorweg zu sagen: Das Ergebnis ist so furchterregend, wie der grauenvolle Kindesmord.


Die Tat des von Politik und Medien gern so genannten „Schutzsuchenden“, der ein achtjähriges Kind und seine Mutter vor einen einfahrenden ICE gestoßen hat, ist der vorläufige Höhepunkt einer schier endlosen Reihe von Gewalttaten von Migranten in Freibädern, auf Stadtfesten und gegen Einzelpersonen. Es verdichtet sich der Eindruck, dass die Schutzsuchenden ihren Schutzgebern den Krieg erklärt haben. Aber genau davon wird abgelenkt mit dem gewohnten Schwall von Vertuschung und Verharmlosung des Verbrechens, verständnisheischenden Erklärungen und Schuldzuweisungen an alle, die das Problem der Willkommenspolitik benennen, die dabei ist, unsere Gesellschaft zu zerstören.

Am Tag des Verbrechens dauerte es Stunden, bis die Tat als das bezeichnet wurde, was sie war: ein Tötungsdelikt. Es einen hinterhältigen Mord zu nennen, wurde in den Qualitätsmedien peinlichst vermieden. Die GMX-Nachrichten z. B. verharmlosten stundenlang schon in der Überschrift “Zwischenfall mit Kind“. Das setzt sich auch im Text so fort: “Das Kind sei nach ersten Erkenntnissen auf die Gleise geraten und offenbar von einem einfahrenden Zug überrollt worden […] Die genauen Umstände waren zunächst noch unklar.” Für den unbedarften Leser klingt das nach einer Unfallmeldung – und genau das war wohl auch beabsichtigt. Auch bei Welt-Online tauchte unter einem Foto die Bezeichnung “Zwischenfall mit einem Kind” auf. Erst danach wurde präzisiert, dass der Junge vor den einfahrenden Zug geworfen wurde.


Die Süddeutsche Zeitung (SZ) hielt sich 100%ig politisch korrekt an die Richtlinie 12.1 im Pressekodex des Deutschen Presserats und berichtete ohne Angabe der Täter-Nationalität: “Ein achtjähriger Junge ist am Montag im Frankfurter Hauptbahnhof von einem Mann vor einen einfahrenden Zug gestoßen und getötet worden.” In der SZ soll die Nationalität wohl nur genannt werden, wenn der arabische oder afrikanische Tatbeteiligte das Opfer, nicht aber der Täter ist.


Am Abend berichtete die Tagesschau erst an 7. Stelle nach 11 Minuten ganze 30 Sekunden von dem Mord. Sogar ein Anschlag auf das Büro eines in Deutschland gänzlich unbekannten Politikers in Afghanistan war den Machern wichtiger.


Das Blut des Jungen war noch nicht von den Gleisen gewischt, die Menschen, die den Mord mit ansehen mussten, standen noch unter Schock, da wurden schon “Experten” zitiert, die versuchten, das Entsetzen abzumildern, indem sie von der Heimtücke des Mordes ablenkten. Der Mann müsse nicht unbedingt die Absicht gehabt haben zu töten, als er sich auf den Weg zum Bahnsteig machte. Dort könnte er “im Affekt” die Tat begangen haben. Mit welcher Absicht soll der Mörder denn auf den Bahnsteig gegangen sein, nur um die Nähe von Menschen zu spüren? Was soll den angeblichen Affekt ausgelöst haben? Naheliegender klingt es, wenn von einer Psychose die Rede ist. Auffällig ist nur, dass allen diesen Tätern Psychosen zugeschrieben werden, vorzugsweise ausgelöst durch traumatische Erlebnisse, die sie in ihren Heimatländern möglicherweise gehabt hätten. In diesem Falle sind wir inzwischen von tausenden Psychopaten umgeben. Über die Ursachen des massenhaften Auftretens von Psychopaten, die Menschen vor Züge oder Bahnhofstreppen runter stoßen, die Stadtfeste terrorisieren, Freibäder zu Kampfzonen umfunktionieren, Frauen belästigen oder vergewaltigen, Messer gegen Menschen richten und keinerlei Respekt vor unserer Lebensweise, unseren emanzipatorischen Errungenschaften und unseren staatlichen Institutionen haben, soll auf keinen Fall gesprochen werden.


Dem diente vor allem die sofort von Politik und Medien losgetretene Diskussion über die angeblich nötige Erhöhung der Sicherheit auf den Bahnsteigen. Als wären die per se eine Gefahrenzone. Bei dem Feuerwerk an Vorschlägen: Sperren an den Bahnsteigen, mehr Polizisten, mehr Videoüberwachung, Bahnsteige erst nach Einfahrt des Zuges zugänglich machen, Bahnsteigkarten einführen, um nur einige zu nennen, fragt man sich, wie es den Deutschen bisher gelingen konnte, Zug zu fahren und zu überleben. Keine von diesen “Forderungen” wird umgesetzt werden. Wobei die Einführung von Bahnsteigkarten einen gewissen Charme hätte, denn kein Geringerer als Lenin hat gesagt, die Deutschen würden erst eine Bahnsteigkarte lösen, ehe sie eine Revolution machten. Vielleicht ist ja die Einführung der Bahnsteigkarte die notwendige Voraussetzung für die Westdeutschen, es auch einmal mit einer Revolution zu versuchen.


Die Politik hat jedenfalls immer noch nicht die Absicht, ihre fatalen Entscheidungen zu korrigieren. Kanzlerin Merkel wiederholte ihr unmögliches Verhalten nach dem Breitscheidplatz-Attentat. Sie fuhr am Tag des Mordes ungerührt in den Urlaub, ohne ein Wort des Bedauerns für die unglückliche Mutter. Das Schicksal des Volkes, von dem Schaden abzuwenden, die Kanzlerin einen Eid geschworen hat, ist Merkel offensichtlich vollkommen schnuppe.


Von Fehlern der Politik will ich nicht mehr reden, weil ich nicht mehr an Fehler glaube, sondern feststellen muss, dass der Politologe Yascha Mounk wohl unbeabsichtigt den Plan bloßgelegt hat, dass tatsächlich eine (angeblich) monokulturelle Gesellschaft in eine multikulturelle umgewandelt werden soll, ohne die betroffene Bevölkerung danach zu fragen, ob sie das auch wünscht.


Inzwischen sind die Verhältnisse im bis vor wenigen Jahren noch beneidenswert ruhigen und stabilen Deutschland so labil geworden, dass BILD mit überraschender Offenheit in einem Kommentar nach dem Frankfurter Kindesmord die Aufmerksamkeit darauf lenkte, dass in Deutschland an den Grenzen nicht mehr kontrolliert wird, wer ins Land kommt. Freier Zugang, auch für Kriminelle, Gewalttäter und Terroristen.


Innenminister Seehofer will nichts daran ändern. Obwohl er den Ministererlass seines Vorgängers de Maizière vom Herbst 2015, auch Menschen ohne Papiere oder mit gefälschten Pässen ins Land zu lassen, als “Herrschaft des Unrechts” bezeichnete, zu dem es mit ihm als Innenminister nicht gekommen wäre, widerruft Seehofer diesen Erlass bis heute nicht. Wie der Fall des Frankfurter Kindesmörders beweist, gilt Deutschland flüchtigen Gewalttätern als sicherer Zufluchtsort.


Um von diesem entscheidenden Problem abzulenken, hauen Politiker und Qualitätsjournalisten in die Tasten, um die AfD anzuschwärzen, die wie BILD auf den Zusammenhang zwischen unkontrollierter Masseneinwanderung und zunehmenden Gewalttaten hinweist.


Aus den vielen Beispielen möchte ich eines herausgreifen, das ich als besonders perfide empfinde, weil es die Äußerungen eines Journalisten sind, bei dem ich eine solche geistige Verwahrlosung nicht vermutet hätte, da ich ihn bisher als eine Stimme der Vernunft wahrgenommen habe.


Gabor Steingart hat in seinem heutigen Morning Briefing tatsächlich geschrieben:


“Da ist zum Zweiten das Entsetzen über die Agenten der Angst, die wie marodierende Banden durch unsere Straßen ziehen. Sie versuchen die Trauer zu enteignen und in einen kollektiven politischen Angstreflex zu überführen. Unsere Gefühle werden kuratiert. Der Sturmtrupp der vorsätzlich Empörten will an der Wahlurne reiche Beute machen. Auf den Lippen trägt man die Worte ‘Recht und Ordnung’. In den weit aufgerissenen Pupillen ist unschwer der braune Kern zu erkennen.”

Was geht in einem Qualitätsjournalisten vor, der so etwas veröffentlicht? Wo bitte sind die marodierenden Banden, die die Trauer enteignen? Ist schon wieder die Hauptsorge, dass die Falschen von diesem schrecklichen Mord profitieren könnten? Und wie war das eigentlich im Fall des Mordes am Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke? Wer hat da politische Angstreflexe en masse erzeugt – vor der rechten Gefahr?


Diese Instrumentalisierung trägt erheblich zum gesellschaftlichen Unfrieden bei. Vom oben bereits zitierten Lenin können alle Herrschsüchtigen lernen, dass man spalten muss, um ungestörter herrschen zu können. Wird deshalb von Politik und Medien der Spalt in der Gesellschaft immer weiter aufgerissen? Was soll am Ende dabei herauskommen, der permanente Bürgerkrieg?


An Venezuela kann man aktuell studieren, wohin Experimente am Körper einer Gesellschaft führen. Jeder Bürger muss sich fragen, ob er das tatsächlich mit sich machen lassen will. Wer schweigt, stimmt zu!

https://vera-lengsfeld.de/2019/07/31/die-geistige-verwahrlosung-unserer-eliten/

Pekings angebliches Gulagarchipel: Hintergründe der antichinesischen Medienkampagne

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Wieder einmal ist eine massive antichinesische Medienkampagne zu beobachten. Wer steckt hinter diesen Bemühungen? Wie sind die Vorwürfe zu bewerten? Welchen Zwecken dient die Medienkampagne? Das sind die Fragen, die die Mainstreammedien unbeantwortet lassen.

von Hasan Posdnjakow

Wer die westlichen Medien in den letzten Wochen und Monaten aufmerksam verfolgt hat, wird festgestellt haben, dass derzeit eine massive antichinesische Kampagne läuft. Kaum eine Woche vergeht, in der die Marktschreier der diversen Massenmedien nicht mit neuesten „Enthüllungen“ zu angeblichen Menschenrechtsverletzungen oder ähnlichen Skandalen in China um die Gunst des Publikums buhlen. Die jüngste Desinformation, die in die Welt gesetzt wird, lautet, dass ein „Datenleak“ die Existenz von „chinesischen Internierungslagern“ (Spiegel Online) beweise.

Als Quelle dafür wird das „Internationale Konsortium von Investigativen Journalisten“ genannt, das den angeblichen Leak wiederum von einer ominösen „anonymen Quelle“ erhalten haben soll. Bei dem genannten Konsortium handelt es sich tatsächlich um eine Medienagentur der aggressiven transatlantischen Kräfte. Zu den Hintermännern dieser Frontorganisation westlicher Geheimdienste im Kampf gegen alternative globale Kräfte gehören keine Geringeren als George Soros und der US-Geheimdienst CIA.

Das Netzwerk angeblicher investigativer Journalisten wurde vom „Center for Public Integrity“ (CPI) gegründet. Das CPI erhielt Gelder unter anderem von der CIA-nahen Ford Foundation, dem Rockefeller Family Fund und der Open Society Foundation von Soros. In der Vergangenheit ist das Netzwerk oft mit tendenziösen und dubiosen Meldungen gegen Russland aufgefallen. Jetzt scheint China ins Visier der transatlantischen Meinungsmacher geraten zu sein.

Doch schauen wir uns erst kurz an, was überhaupt in der westlichen Presse zurzeit skandalisiert wird. Das Handelsblatt etwa bemängelt zunächst, dass die „Insassen“ der, wie sie die chinesische Regierung nennt, Weiterbildungszentren einer „Zwangsindoktinierung“ ausgesetzt seien, die zum Teil auf „dem traditionellen chinesischen Glauben an Transformation durch Erziehung“ beruhe. Erstens gibt es solche politischen Kriterien auch in westlichen Staaten.

So wurde etwa gerade erst in Deutschland der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) – einer antifaschistischen Organisation mit jahrzehntelanger Tradition – die Gemeinnützigkeit abgesprochen, weil sie angeblich „extremistisch“ sei. Ausländer, die die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten möchten, werden einem Gesinnungstest unterzogen. Nicht nur müssen sie eine schriftliche Prüfung bestehen: Wenn der Inlandsgeheimdienst davon ausgeht, dass die Person sich an verfassungswidrigen Aktivitäten beteiligt, kann dem Bewerber die Staatsbürgerschaft verweigert werden. Hier wird also klar mit zweierlei Maß gemessen.

Zweitens: Was ist so schlimm daran, an die Fähigkeit der Menschen zur Verbesserung zu glauben? Ist etwa der westliche Weg, mit Terroristen umzugehen, besser – nämlich, sie nach Syrien ausreisen zu lassen, um sie dann mit Drohnen, Kampfflugzeugen oder kurdischen Söldnern zu töten? In diesem Fall ist es doch evident, dass der chinesische Weg, das Problem an der Wurzel anzugehen und den Menschen eine Möglichkeit zu geben, dem Terrorismus abzuschwören, bevor größeres Unheil passiert, wesentlich humanistischer ist.

Doch schauen wir uns weiter an, was die westlichen Medien China vorwerfen. Das Handelsblatt bemängelt etwa, dass Mandarin vorgeschrieben sei. Möglicherweise ist es den weltfremden Journalisten dieser Elitezeitung nicht bekannt, aber auch in Deutschland gibt es nur eine landesweite Amtssprache. Versuchen Sie mal, sich auf Sorbisch oder Friesisch mit einem Hannoveraner Jobcenter-Bearbeiter zu unterhalten – ganz zu schweigen von ausländischen Sprachen wie Türkisch oder Serbisch. China erkennt offiziell die Existenz von über 50 ethnischen Minderheiten an.

Diese haben – im Unterschied zu Deutschland – eigene Autonomiegebiete, in denen sie besondere Rechte genießen, unter anderem auch, was ihre Sprache und Kultur angeht. Jedoch ist nun mal die Sprache für landesweite Verständigung Chinesisch, und Uiguren oder Mitglieder anderer ethnischer Minderheiten, die kein oder nur schlecht chinesisch sprechen, haben es wesentlich schwerer, eine Ausbildung oder einen Job zu finden. Es bleibt wohl den elitären Menschenrechtsimperialisten von voreingenommenen westlichen Medien vorbehalten, angesichts dieser Ausgangslage die Maßnahmen der chinesischen Regierung zur Förderung von Chinesischkenntnissen für Minderheiten zu verurteilen.

Zudem beklagt sich das Handelsblatt, dass das Lehrprogramm Punkte vorsieht wie „rechtzeitiges Haareschneiden und Rasieren“, „regelmäßiges Wechseln der Kleidung“ und – der Horror! – „ein- oder zweimal pro Woche baden“. Solche furchtbaren (!) Maßnahmen können natürlich nur von – Gott bewahre! – einer totalitären Diktatur (!) kommen.

Weiter. Das Handelsblatt empört sich auch darüber, dass die Behörden bemüht sind, „alles“ zu tun, damit die ehemaligen Teilnehmer „einen Job bekommen“ – manche sollen sogar „gezwungen“ worden sein, „Arbeitsverträge mit niedriger Bezahlung“ anzunehmen. Natürlich gibt es in keinem zivilisierten Land der Welt staatliche Behörden – nennen wir sie Arbeitsagenturen – mit dem Recht, verbindliche Angebote an Arbeitssuchende vermitteln zu dürfen, deren Ablehnung zu Sanktionen (etwa Streichung des Arbeitslosengeldes) führt (ebenso wie repressive Maßnahmen wie Vermummungsverbote auf Demonstrationen natürlich nur in totalitären Einparteienstaaten vorkommen und freiheitsliebenden Gesellschaften völlig fremd sind).

Die antichinesischen Ankläger bewegen sich also auf ziemlich dünnem Eis. Interessanter jedoch als die konkreten Inhalte der derzeitigen antichinesischen Kampagne ist der Kontext, mit dem wir es zu tun haben. Wir leben in einer Zeit, in der die Einschätzung Chinas aus westlicher Sicht sich zunehmend widersprüchlicher entwickelt. Während einerseits die USA um den Verlust ihrer Hegemonie durch den Aufstieg Chinas fürchten und deshalb zu radikalen antichinesischen Schritten bereit sind, betrachten gewissen Kreise in der EU China zunehmend als unabdingbaren Partner. In einer aktuellen sogenannten Eliten-Studie, die im Auftrag der FAZ durchgeführt wurde, gab immerhin ein Drittel von führenden Vertretern der deutschen Wirtschaft an, sich im Falle einer Wahl zwischen China und den USA für China entscheiden zu wollen.

In einer Zeit, in der der französische Präsident offen um eine Lockerung der transatlantischen Bindung der EU-Staaten und eine engere Beziehung zu China und Russland bemüht ist, in der die führenden deutschen Wirtschaftskreise die essenzielle Bedeutung des chinesischen Unternehmens Huawei für den Aufbau der 5G-Infrastruktur in der EU betonen, in der chinesische Investitionen für östliche und südliche EU-Staaten eine immer wichtigere Rolle spielen, ist es offenkundig, welchen Zwecken ein derartige antichinesische Medienkampagne dient: Sie soll die europäischen „Alliierten“, die in den Augen Washingtons eindeutig Untergebene des US-Imperiums sind, zur Wiederherstellung der transatlantischen Disziplin rufen. Sollten die europäischen „NATO-Partner“ diesem Ruf nicht eindeutig folgen, ist damit zu rechnen, dass die USA zu härteren Zwangsmechanismen greifen.

Quelle: RT

«Ich will, dass Ihr in Panik geratet!» oder «Leading the Public into Emergency Mode»

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von Oliver Janich

«Ich will, dass Ihr in Panik geratet!» und «Unser Haus brennt!» – das sind die Worte, mit denen Greta Thunberg der Weltbevölkerung Angst vor dem Weltuntergang machen will. Das alles folgt nachweislich einem Drehbuch. Bereits im April 2016 veröffentlichte die Klimalobby-Organisation The Climate Mobilization das Papier «Leading the Public into Emergency Mode» – Wie man die Öffentlichkeit in den Ausnahmezustand führt. Die Phrasen der angeblich zufällig am Straßenrand entdeckten Greta tauchen dort wörtlich auf.


In diesem Papier wird davon geschwärmt, wie ein katalytisches Ereignis wie Pearl Harbor die Welt in den Klimakriegszustand versetzen könnte. Das Ereignis in Form des brennenden Amazonas kam denn auch pünktlich zu Gretas New-York-Reise in einem ehemaligen Boot der Rothschilds – jener Gelddynastie, die seit Jahrzehnten das Märchen vom menschengemachten Klimawandel propagieren.


Bereits 1987 behauptete Edmond de Rothschild auf dem vierten World Wilderness Congress, dass Kohlendioxid die Ursache für die globale Erwärmung sei. Genau nach diesem Edmond de Rothschild war Gretas Boot benannt, bevor es den Besitzer wechselte und in Malizia II umgetauft wurde. Malizia ist italienisch und heißt laut den ersten beiden Treffern des Online-Lexikons Pons «Arglist» und «Bosheit». Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.


Der Amazonas brennt, rauschte es im August plötzlich durch den Blätterwald. Sofort stimmten die gleichgeschalteten Politiker in den Untergangschor mit ein. Ex-Rothschild-Banker Emmanuel Macron wiederholte die Phase «Unser Haus brennt!» aus dem Notfall-Papier und postet dazu, ebenso wie zahlreiche Prominente wie Leonardo DiCaprio oder Madonna, alarmierende Botschaften, oft unter Verwendung uralter Bilder vom brennenden Regenwald.


DiCaprio und andere verbreiteten auch den Unsinn, der Amazonas sei die Lunge der Welt. In Wirklichkeit produziert er in etwa so viel Sauerstoff, wie er verbraucht. Das US-Wirtschaftsmagazin Forbes zitiert zum Amazonas-Lungen-Theorem den Umweltökologen Dr. Daniel Nepstad mit ungewöhnlich deutlichen Worten: «Das ist Bullshit. Dafür gibt es keine wissenschaftliche Begründung.» Nepstad ist Gründer und Präsident des Earth Innovation Institutes. Er beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit dem südamerikanischen Urwald, hat über 160 wissenschaftliche Papiere veröffentlicht und ist zu allem Überfluss einer der führenden Autoren des Weltklimarates IPCC. Nepstad verweist auch darauf, dass die aktuellen Brände nichts Besonderes sind. Ihr Umfang liegt gerade einmal sieben Prozent über dem zehnjährigen Durchschnitt. Unter Lula, dem sozialistischen Vorgänger von Brasiliens Präsident Bolsonaro, war die Anzahl der Feuer viel höher.


Die Darstellung, der Amazonas sei die Lunge der Welt, ist falsch.


Vielleicht hat die Amazonas-Panikmache auch damit zu tun, dass das Klimamärchen in der wissenschaftlichen Debatte gerade zu Staub zerfällt. Kürzlich urteilte ein kanadisches Gericht gegen Michael Mann, den Erfinder der berühmten Hockey-Stick-Kurve. Sein Prozessgegner Tim Ball behauptet seit Jahren, dass Mann ein «Scharlatan» sei. Der verklagte ihn daraufhin – aber weil er sich weigerte, Beweise gegen den Scharlatan-Schmäh vorzulegen, scheiterte er schließlich vor dem Kadi.

Den größten Schlag mussten die Klimabetrüger wohl Anfang September hinnehmen. Kein Geringerer als Stanford-Professor Patrick Frank wies in seiner Studie «Propagation of Error and the Reliability of Global Air Temperature Projection» nach, dass sämtliche Berechnungen der Klimamodelle falsch sind. Vor allem der Fehler in der Modellierung der langwelligen Strahlung ist gravierend: Ihre Auswirkung auf die Erdtemperatur ist 114 Mal größer als der angebliche CO2-Effekt.

Die Massenmedien schweigen mal wieder. Sie sind wohl in Panik geraten.

Dieser Artikel erschien im COMPACT-Magazin 09/2019. Diese Ausgabe können Sie in digitaler oder gedruckter Form  hier bestellen.

https://www.oliverjanich.de/

https://www.compact-online.de/janichs-welt-_-amazonas/?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=Politik+absurd%3A+In+Dresden+soll+der+Nazi-Notstand+ausgerufen+wer&1569224362593

_ Oliver Janich, lange Jahre Autor bei «Focus Money» und wegen seiner Recherchen zu 9/11 in Ungnade gefallen, lebt heute auf den Philippinen und hat eine große Fangemeinde in den digitalen Netzwerken. Zuletzt veröffentlichte der libertäre Journalist und Publizist das Buch «Sicher ohne Staat» (E-Book für 4,99 Dollar über «oliverjanich.de» erhältlich).

Hans-Georg Maaßen: Die Medien schüren Ressentiments, wenn sie Nachrichten verschweigen

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Hans-Georg Maaßen gibt der Rheinischen Post ein Interview. Die Zeitung beklagt sich über den angeblich schwierigen Gesprächspartner – und verpasst dem Gespräch ein eigenes Framing. Maaßen kritisiert die Berichterstattung der Medien über Kriminalität und Zuwanderung.

Hans-Georg Maaßen, ehemaliger Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz und prominentes Mitglied der Werte-Union, hat der Rheinischen Post ein ausführliches und bemerkenswertes Interview gegeben. Bemerkenswert zum einen wegen seiner Aussagen, dazu gleich, zum anderen wegen des Umgangs der Zeitung mit dem Gespräch und des Framings, das sie ihm verpasst.


Obwohl Bröcker Maaßen ausdrücklich nicht für rechtsextrem hält, unterstellt er ihm doch rassistische Ressentiments, was fast zum Abbruch des Gesprächs führt:


Wir sind dem natürlich auf den Grund gegangen und haben einige seiner Äußerungen, zum Beispiel die: ‚Ich bin nicht in die CDU eingetreten, damit 1,8 Millionen Araber nach Deutschland kommen‘, haben wir zum Anlass genommen, um ihm schon auch klarzumachen, dass gewisse Äußerungen zumindest Ressentiments rassistischer Natur erzeugen können, wenn nicht sogar selbst mit fremdenfeindlichen Unterton getätigt werden. Das lehnte er brüsk ab, es kam dann zu einer angespannten Situation im Interview, er wollte zwischenzeitlich das Interview abbrechen.


Der Chefredakteur beklagt dann die Differenzen bei der Autorisierung und nennt auch gleich ein Gegenbeispiel für Politiker, die ihre Interviews entspannter redigieren:


Er hat schon deutlich seine Antworten verändert immer wieder und hat aber eben dann auch, aus meiner Sicht ist das kritisch zu sehen, teilweise Fragen von uns weggelassen, die wir aber ganz gern gestellt hätten. (…) Ich will in diesem Zusammenhang nur sagen, dass Angela Merkel relativ entspannt Interviews autorisiert und Gesagtes gesagt lässt und nicht an die Interviewfragen herangeht.


Aufgrund dieser Umstände, so die Zeitung, habe man „dem Interview in der Zeitung und bei RP-Online einige Erklärungen als Ergänzung hinzugefügt“. Diese Ergänzungen erinnern an die Art, wie das ZDF im Jahr 2012 das Interview Claus Klebers mit dem damaligen iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadineschad umrahmte. Heute würde man dafür den Begriff Framing verwenden. Hier ein Beispiel für die erklärenden Ergänzungen der Rheinischen Post:


Die Atmosphäre im Büro ist angespannt. Hans-Georg Maaßen klappert mit der Kaffeetasse. In dieser Phase des Gesprächs wird es laut.

Interessanter noch als die besonderen Umstände dieses Interviews ist sein Inhalt. Trotz der ungewöhnlichen Umstände hat Maaßen in dem Gespräch Gelegenheit, seine Positionen ausführlich darzulegen. Zunächst wiederholt er seine bereits bekannte Kritik an der Migrationspolitik der Regierung Merkel:


Nein, ich bin nicht in die CDU eingetreten, damit wir eine Migrationspolitik haben, wie sie jetzt aussieht: millionenfache ungesteuerte Einwanderung, eine geringe Zahl an Abschiebungen, Integrationsdefizite, überproportionale Straftaten von Asylsuchenden, islamistische Terroranschläge, Übergriffe in Schwimmbädern. Ich habe große Bedenken, dass wir mit der hohen Anzahl an Zuwanderern, die zu uns gekommen sind und die möglicherweise noch zu uns zu kommen werden, nicht zurechtkommen.


Konfrontiert mit der Frage, ob Bemerkungen wie die bereits zitierte mit den 1,8 Millionen Arabern nicht Ressentiments schürten, dreht Maaßen den Spieß um: Was zu Ressentiments führe, seien die von Asylbewerbern verübten Gewalttaten – und das Versagen der Medien bei der Berichterstattung darüber:


Das sehe ich völlig anders. Was Ressentiments schürt, ist die Tatsache, dass wir nahezu täglich Übergriffe von jungen Asylsuchenden auf Menschen in Deutschland haben. Dass Tageszeitungen so etwas oft nur unter ‚Vermischtes‘ bringen, und dass das politisch nicht thematisiert wird. Dass die Wurzel des Problems nicht angesprochen wird, das schürt Ressentiments. Und deswegen haben wir leider so eine Partei wie die AfD.

Die Medien berichteten nicht oder nur zurückhaltend – und blendeten politische Zusammenhänge und Verantwortlichkeiten aus. Als Beleg für diese Feststellung führt Maaßen die Prügelattacke in Amberg an, über die der mediale Mainstream erst spät und zögernd berichtet hatte. Dabei führt der als positives Gegenbeispiel die Neue Zürcher Zeitung und RT Deutsch an:


Es kann nicht sein, dass der Vorfall in Amberg tagelang in deutschen Medien nicht auftauchte. Er tauchte in den Regionalteilen der Mittelbayerischen Presse und der Süddeutschen Zeitung auf, und erst zwei Tage später tauchte er in deutschen Tageszeitungen auf, vor dem Hintergrund, dass Innenminister Horst Seehofer wegen Amberg eine Verschärfung des Rechts gefordert hat. Ich habe zur Kenntnis genommen, dass die Neue Zürcher Zeitung und Russia Today Deutsch die Ersten waren, die darüber prominent berichtet haben. Ich bin überzeugt, dass es Ressentiments schürt, wenn Journalisten so etwas auf den hinteren Seiten verstecken oder gar nicht berichten.

Mehr lesen:„Maaßen, die gestochene Tarantel“: Die Geschlossenheit der CDU bröckelt


Der Feststellung der Interviewer, dass die Kriminalität in Deutschland ja sinke und man deshalb nicht alles „zu einem ganz großen Thema machen“ müsse, widerspricht der frühere Verfassungsschutzchef deutlich. Deutschland sei durch die Zuwanderung der vergangenen Jahre unsicherer geworden:


Ich befürchte, dass viele Ihrer Leser, die zum Beispiel Auseinandersetzungen mit jungen Asylbewerbern in Freibädern erlebt haben, die eigene Erfahrungen mit migrantischer Kriminalität oder mit sexuellen Übergriffen gemacht haben, es grundsätzlich anders sehen als Sie. Viele der von einem Asylbewerber oder Migranten verursachten Straftaten sind vermeidbare Straftaten, denn vielen dieser Personen hätte man die Einreise und den Aufenthalt nicht gestatten müssen. Und das grundlegende Problem hinter der Straftat eines Migranten ist die politische Verantwortung dafür.


Auch zur sogenannten Seenotrettung im Mittelmeer findet Maaßen deutliche Worte:


Zunächst: Wir dürfen nicht Wegsehen, wenn Menschen im Mittelmeer ertrinken. Dieses Sterben muss verhindert werden. Nur: Es geht nicht um Seenotrettung, wenn Migranten von kriminellen Menschenhändlern durch Afrika bis zur libyschen Küste geschleust werden. (…) Die Aufnahme der Menschen durch europäische Rettungsschiffe und der Transport nach Europa ist Teil des Planes und des Geschäftsmodells der kriminellen Schleuser.


Maaßen beklagt in dem Gespräch eine in Deutschland um sich greifende „galoppierende Moralisierung des öffentlichen Diskurses“. Moral sei etwas Individuelles, das man dem anderen nicht aufzwingen könne. Das moralische Minimum für alle sei das Recht:


Ich nehme wahr, dass zum Beispiel in der Ausländerpolitik oder auch bei Fridays for Future, wenn es um das Schulschwänzen geht, relevante gesellschaftliche Gruppen ihre eigene Moralität über das Recht stellen und moralisch Andersdenken das Recht auf eine gleichberechtigte Moral absprechen. Durch eine derartige Moralisierung des Politischen wird die Rechtsstaatlichkeit bedroht, wenn Recht nur noch dann angewendet wird, wenn es der Vorstellung der moralisch Stärkeren entspricht.


Angesprochen auf sein derzeitiges politisches Engagement in der Werte-Union erklärte Maaßen, einen Politikwechsel anzustreben, der weit über das Feld der Migration hinausgeht:


Eine Politikwende ist auch notwendig beispielsweise in der Energiepolitik, der Mittelstands- und Wirtschaftspolitik oder der Außenpolitik. In der Energiepolitik bin ich der Meinung, dass ein gleichzeitiger Ausstieg aus der Atomkraft und aus der Braunkohleverstromung nicht realistisch ist. Betrachtet man die Außenpolitik, nehme ich wahr, dass das Verhältnis zu vielen unserer Partner beschädigt ist: USA, Russland, Großbritannien, Polen, Ungarn, um nur ein paar Staaten zu nennen. Ein politisches Weiter-so darf es nicht geben.


Die CDU beschreibt er als tief gespalten. Der neuen Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer sei es nicht gelungen, die Partei zu einen. Dabei sieht Maaßen in der Partei eine Mehrheit für einen grundlegenden Kurswechsel, nur eine Minderheit sei für ein Weiter-so. Dabei distanziert er sich ausdrücklich von der AfD. Um dieser das Wasser abzugraben, müsse die CDU nur klassische CDU-Politik betreiben.


Seine eigene politische Ausrichtung beschreibt Maaßen gleich zu Beginn des Gesprächs als „nicht rechts“: „Menschen, die mich näher kennen, halten mich für sozial und damit für eher links – und für einen Realisten. So sehe ich mich auch.“ Angesprochen auf seine Entlassung als Verfassungsschutzchef im vergangenen Jahr, erklärt er:


Es ist nie falsch, die Wahrheit zu sagen, auch wenn es einen das Amt kostet.

Mehr lesen:Hans-Georg Maaßen: Wer in Berlin landet, glaubt sich in einem Schwellenland


Die Kommentare unter dem Gespräch mit der Rheinischen Post fallen erwartbar kontrovers aus. Die Mehrzahl aber äußert sich eher zustimmend zu den Positionen Maaßens. Besonders viel Zuspruch erfährt er für seine Aussagen über die Medien und ihre „zurückhaltende“ Art der Berichterstattung zu den Themen Migration und Kriminalität.


Hans-Georg Maaßen war von August 2012 bis November 2018 Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Er wurde entlassen, nachdem er Äußerungen über angebliche Hetzjagden auf Ausländer in Chemnitz kritisiert hatte. In den sechs Jahren seiner Amtszeit hatte Maaßen zuvor einige Anlässe für eine mögliche Entlassung geliefert.


Seine Rolle in der NSA-Affäre, im sogenannten NSU-Komplex, beim Terroranschlag auf dem Breitscheidplatz, zuvor im Fall Kurnaz, der ZDF-Film über einen angeblichen FSB-Überläufer: Maaßen und sein Amt agierten in all diesen Fällen undurchsichtig und fragwürdig. Entlassen wurde er aber erst, als er der Regierung beim Thema Chemnitz widersprach.


Innerhalb der CDU gilt Maaßen heute als einer der prominentesten Kritiker der Parteiführung – und der gegenwärtigen Migrationspolitik. Die Werte-Union hat ihn wiederholt als potenziellen Innenminister ins Gespräch gebracht.


Mehr zum Thema – Maaßen muss gehen, weil er recht hat

https://deutsch.rt.com/inland/90825-hans-georg-maassen-medien-schueren-ressentiments-wenn-sie-nachrichten-verschweigen/

„Islamisierung ist keine Frage des Ob, sondern eine Frage des Wann“

Zitat

Quelle: https://www.cicero.de/kultur/islam-kritik-islamisierung-laila-mirzo-scharia-dschihad-thilo-sarrazin-metoo-erdogan-tuerkei

INTERVIEW MIT LAILA MIRZO am 12. September 2018


Der Islam passt nicht zu Europa, schreibt Laila Mirzo in ihrem jetzt erschienenen Buch. Die Islamexpertin warnt vor Dschihad, Scharia und Islamisierung in Deutschland. Im Interview erläutert sie, wieso der liberale Islam gegen die Kräfte der Gewalt nur wenig Chancen hat


AUTORENINFO
Tobias Maydl studiert Philosophie und Sprechwissenschaft und schreibt für Cicero Online.



Laila Mirzo ist Trainerin für interkulturelle Kompetenz und macht als Islamkennerin auf die Gefahren eines konservativ gelebten Islam aufmerksam. Als Tochter einer deutschen Mutter und eines syrisch-kurdischen Vaters kam sie im Alter von elf Jahren nach Bayern. Seit 2002 lebt Mirzo in Österreich. Die Autorin konvertierte im Jahr 2007 zum christlichen Glauben.


Frau Mirzo, in Ihrem Buch „Nur ein schlechter Muslim ist ein guter Muslim“ vertreten Sie eine These, wie sie auch Thilo Sarrazin in seinem neuen Buch vertritt: Der Islam passt nicht zu Europa. Warum?


Weil ein nicht-reformierter Islam immer auch Scharia bedeutet. Da brauchen sie nur jeden gläubigen Moslem fragen. Die Scharia ist die Gebrauchsanleitung für den Islam, und sie ist nicht einfach vom Himmel gefallen, sondern sie ist von der heiligen Schrift des Islam abgeleitet, dem Koran. Die Scharia ist eine radikale Gesellschaftsordnung, die das gesamte öffentliche und private Leben regelt. Mit ihr wird die Unterdrückung der Frauen, der Hass gegen Juden oder Homosexuelle oder die brutale Beschneidung, ja die Verstümmelung von weiblichen Säuglingen legitimiert. Das alles passiert nicht nur irgendwo in fernen Ländern, sondern mitunter auch in Deutschland. Wie soll das mit den europäischen Werten von Humanismus, Rechtstaatlichkeit und Gleichberechtigung vereinbar sein?


Aber nun gibt es doch eine Mehrheit an liberalen Muslimen in Deutschland. Zählen die nicht?


Ich bestreite nicht, dass viele Muslime liberal sind. Doch der sogenannte europäische Islam ist leider viel zu schwach. Er ist weit davon entfernt, mehrheitlich repräsentiert zu sein. Im Gegenteil: Reform-Moscheen wie die von der Frauenrechtlerin Seyran Ates sind die Ausnahme. Statt einer Reform des Islam erleben wir immer öfter ein islamkonformes Europa, das einknickt vor den orthodoxen Muslimen. Wo man es hinnimmt, dass ein Mann einer Frau den Handschlag verweigert, dass Mädchen nicht am Schwimmunterricht teilnehmen dürfen und dass Schulen Burkinis anschaffen. Dadurch erhöht man leider nur den Druck auf die liberalen Muslime.

Wie kann man sich das vorstellen?


Das spürt man ganz konkret in Alltagssituationen. Druck wird auf die Eltern ausgeübt, die ihre Töchter ohne Kopftuch in die Öffentlichkeit lassen oder am Schwimmunterricht in Badeanzug teilnehmen lassen. Aber auch von anderen Jugendlichen. An vielen Schulen hat sich mittlerweile unter männlichen Teenagern eine islamistische Jugendkultur entwickelt, eine Generation „haram“, welche sich die Scharia zum Vorbild nehmen und Mitschüler drangsalieren. Aber auch die hiesigen Islamverbände üben Druck aus, was sie öffentlich natürlich nie zugeben würden. Viele liberale Gläubige stürzen sie damit in das Dilemma, scheinbar kein guter Muslim mehr zu sein, wenn sie auf das Kopftuch verzichten oder ihre Homosexualität ausleben wollen. Das alles gipfelt in den Ehrenmorden, die auch in Deutschland keine Seltenheit sind.


Wo begegnen wir der Scharia noch in Deutschland?


Am plakativsten wahrscheinlich in Wuppertal im Jahr 2014, als dort eine selbst ernannte „Scharia Police“ durch die Straßen patrouillierte. Manche deutsche Stadtviertel haben sogenannte Friedensrichter, die bei Familien- und Scheidungsfragen herangezogen werden. Das sind selbsternannte Richter ohne juristische Ausbildung und staatliche Legitimation. Der ehemalige ARD-Journalist und Jurist Joachim Wagner beschreibt diese Machenschaften in seinem Buch „Richter ohne Gesetz“ mit Beispielen aus Berlin, Essen oder Bremen. Es gibt Moscheen, in denen werden heimlich Vielehen geschlossen. Die Kinder aus diesen verbotenen Zweit- und Drittehen werden vom Staat alimentiert. Das ist systematischer Sozialbetrug. Wenn sich eine Frau beispielsweise scheiden lassen möchte wegen Gewalt in der Ehe: Die Härtefallregelung greift hier offenbar nicht mehr wie selbstverständlich, weil Züchtigung zum Islam eben dazu gehört. Das ist eine Kapitulation des Rechtsstaats vor der Scharia. Es darf keinen Kulturrabatt geben.


Welchen Einfluss hat das auf uns und die deutsche Mehrheitsgesellschaft?


Zum einen ist da vor allem die gefühlte Unsicherheit unter Frauen: Was darf ich jetzt überhaupt noch, geht dieses Kleid um diese Uhrzeit? Frauen fangen an, sich zu reglementieren, um nicht selbst Opfer zu werden. Zum anderen sehe ich einen selbst auferlegten Maulkorb. Würde sich eine Partei gründen, die den Frauen nur das halbe Stimmrecht gibt, Homosexuelle und Juden von vornherein ausschließt und Aussteiger umbringt – so etwas würden wir nie tolerieren! Aber genau diese Ideologie kommt als Religion verkleidet daher, und deswegen glauben wir irrigerweise, wir dürften sie nicht kritisieren. 


Der Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide steht dennoch für einen offenen Islam. Er sieht Potenziale der Liebe und Barmherzigkeit. Was entgegnen Sie ihm?


Selbst wenn ich die ganzen gewaltverherrlichenden Suren streiche, bleibt ja neben dem Koran als Säule des Islam immer noch Mohammed und sein Leben, das fast genauso wichtig ist und durchzogen ist von politischer Gewalt und Unterwerfung. Natürlich hoffe ich auch auf Reformen, aber dazu müsste man sich von Mohammeds Verbrechen distanzieren. Es bedarf eines sakralen Königsmordes an der Figur des Propheten. Problem dabei: Das Glaubensbekenntnis beruft sich andauernd auf ihn.


Aber betonen Sie da nicht zu stark die gewaltverherrlichenden Suren im Koran und sprechen den friedvollen ihre Berechtigung ab?


Das tue ich nicht. Das Problem mit den friedfertigen Versen liegt im Aufbau des Koran. Den Koran kann man als Evolution der Gewalt lesen. Er gliedert sich grob in zwei Teile: Den Mekka-Koran und den Medina-Koran. Am Anfang geht es in Mekka harmlos los mit Mohammeds Predigten, und je größer und einflussreicher die Gemeinde dann in Medina wurde, desto radikaler und intoleranter wird es. In der Folge widersprechen sich viele Suren. Zuerst wird beispielsweise gefordert, dass keiner zum Glauben gezwungen werden kann, dann wird der Tod der Ungläubigen gefordert. Was aber ist jetzt bindend? Hier kommt die sogenannte Abrogation ins Spiel: Es gilt immer nur der spätere Vers. Das heißt, dass jede vorangegangene friedlichere Sure potenziell von einer späteren radikaleren „abrogiert“, das heißt aufgehoben wird.


Weltoffen klingende Verse aus dem Koran sind also nur die halbe Wahrheit?


In den meisten Fällen, ja! Das macht mich wütend, wenn einem als Außenstehender immer nur Koranbrocken hingeworfen werden, in denen die Brüderlichkeit zwischen Christen, Juden und Muslimen propagiert wird und das Töten verboten ist. Aber das ist unglaublich verlogen! Und nach jedem Terrorakt die gleiche Leier: Das alles habe nichts mit dem Islam zu tun. Wenn ich das höre, dann ist es für mich wie die Leugnung des Holocausts! Die islamischen Dachverbände müssten sich eigentlich hinstellen und sagen: Ja, dieses Morden hat mit dem Islam zu tun! Stattdessen holt man Sure 5 Vers 32 aus der Tasche: „Wer einen Menschen tötet, tötet die ganze Menschheit.“


Was stimmt nicht mit diesem Vers?


Er ist aus dem Zusammenhang gerissen. Er richtet sich eigentlich explizit an die Juden, der Vers stammt aus der Tora. Das Tötungsverbot gilt also nur für die Juden, nicht für die Muslime. Muslime dürfen keine Muslime töten, Ungläubige aber schon. Und selbst wenn man diesen Kontext ignorieren möchte, greift die Abrogation sogleich im nächsten Vers: „Siehe, der Lohn derer, welche Allah und seinen Gesandten befehden, (…) ist nur der, dass sie getötet oder gekreuzigt oder an Händen und Füßen wechselseitig verstümmelt oder aus dem Lande vertrieben werden.“ Demnach darf ein Moslem einen Ungläubigen jederzeit töten. Und im Paradies erntet er dafür noch seinen Lohn.


Die Erlaubnis, zu töten, könnte sich ein Christ auch aus dem Alten Testament holen. Sehen Sie nicht die Gefahr, eine ganze Community unter Generalverdacht zu stellen?


Ich hoffe, dass ich das mit meinem Buch nicht getan habe. Ich unterscheide zwischen liberalen Muslimen und orthodoxen schrifttreuen Muslimen. Die Schrifttreuen machen Probleme, und das muss man benennen. Natürlich kann sich auch ein Christ radikalisieren durch eine allzu buchstabentreue Lektüre der Bibel. Allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen Christentum und Islam: Die eine Religion hat die Aufklärung mitgemacht, die andere ist kulturell im 7. Jahrhundert stehengeblieben.


Und eine solche Mentalität fordere den Dschihad seiner Anhänger, wie sie in ihrem Buch schreiben. Was bedeutet das?


Der Islam teilt die Welt in zwei Hälften: In ein Haus des Islam und in ein Haus des Krieges. Zu letzterem gehören die Gebiete, in denen der Islam noch nicht Staatsreligion ist. Der Koran schreibt den Dschihad explizit vor, er ist die heimliche sechste Säule des Islam. Wenn man ein guter Moslem sein will, unterstützt man also auch den „kleinen Dschihad“, um die Welt irgendwann komplett in ein Haus des Islam zu verwandeln. Der kleine Dschihad ist aber nicht wie der große Dschihad, der eine Art spirituelle Anstrengung gegen die eigenen menschlichen Schwächen ist. Der kleine Dschihad ist der Kampf für den Islam mit „Blut oder Gut“. Also entweder durch Kampf oder durch finanzielle Unterstützung.


Und Europa ist auf dem Weg in das Haus des Islam?


In den Regionen, in denen der Islam noch in der Minderheit ist, da ist er relativ unauffällig. Aber überall in den Ballungszentren, wo es eine Konzentration von Muslimen gibt, treten Zerwürfnisse auf. Im Zusammenleben, in der Toleranz und in den Anforderungen, die sie stellen. In Brüssel, einer Stadt mit 17 Prozent muslimischen Bürgern, forderte die Partei „Islam“ erst die Geschlechtertrennung im öffentlichen Nahverkehr. Solche Forderungen werden noch zunehmen. Auch in Deutschland haben wir bereits eine islamisch geprägte Partei: das Bündnis für Innovationen und Gerechtigkeit (BIG). Deren Forderungen sind zwar nicht derart radikal formuliert, auf ihrer Internetseite kann man aber neben den Segenswünschen für den Ramadan-Monat lesen: „Unser Maßstab sind unsere ethischen Grundsätze und unsere Werte, nicht die der anderen.“ Meiner Meinung nach sind ethische Grundsätze und die daraus resultierenden Werte universal. Ethik wird nicht von Religion und Ideologie bestimmt.


Ihre Dschihad-These geht noch weiter: Sie schreiben, es gebe auch einen „Geburten-Dschihad“. Waffen seien also auch die Gebärmütter muslimischer Frauen. Sind kinderreiche muslimische Familien Verfassungsfeinde?


Das sage ich damit natürlich nicht. Kinderkriegen ist kein Verbrechen. Aber es ist ein Grundsatz, dass Allah es gerne sieht, wenn die muslimische Gemeinde wächst. Die muslimischen Frauen sind übrigens auch der Grund, warum bei uns in Deutschland die Geburtenzahlen wieder steigen. Und wenn die muslimische Gemeinde wächst, steigt auf Dauer ihr politischer Einfluss. In Österreich hat sich die Zahl der Muslime mit aktuell 700 000 seit der letzten Volkszählung im Jahr 2001 verdoppelt. Islamisierung ist keine Frage des Ob, sondern eine Frage des Wann.


Das erinnert an Michel Houllebecqs Bestseller „Unterwerfung“, in dem er den Umbau des laizistischen Frankreichs in einen Gottesstaat beschreibt. Halten Sie das für plausibel?


Absolut. Sie brauchen sich nur die Türkei anschauen. Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass sie sich so radikal verändert? Die Türkei war auch ein laizistischer Staat, es gab eine funktionierende Parteienlandschaft. Das Land war kurz davor, in die EU aufgenommen zu werden. Das ist das mahnende Beispiel. Wir dürfen uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie. Diese Freiheiten müssen tagtäglich verteidigt werden – auch in Deutschland.


Eine Studie der Uni Münster kommt zu dem Schluss, dass mehr als drei Viertel der türkischstämmigen Jugendlichen gar nicht mehr in die Moschee geht. Ist es also nicht wahrscheinlicher, dass sich die hier lebenden Muslime säkularisieren?


Es ist zu hoffen. Aber nicht in eine Moschee zu gehen, heißt natürlich nicht, dass man eine radikale Ideologie nicht lebt. Wir erleben ja gerade halbstarke Jugendliche, die Alkohol trinken, vielleicht auch noch kiffen, mit Drogen dealen oder ins Bordell gehen, aber ihren Schwestern dann teilweise trotzdem verbieten, sich mit einem Deutschen zu treffen.


Sie sprechen aus eigener Erfahrung?


Ja, ich habe 1994 meinen Bruder in Syrien besucht. Er ist nicht gläubig, hat mich aber dennoch auf den Boden geworfen, auf mich eingeschlagen und mir gedroht, mich abzuschlachten, wenn ich wieder käme. Das Traurige dabei ist: Selbst wenn er das getan hätte, bekommt er nur ein halbes Jahr Gefängnis, weil er es als Ehrenmord rechtfertigen kann – seine Schwester, die sich mit Ungläubigen abgibt und einen westlichen Lebensstil pflegt. Bekannte, Freunde und Verwandte hätten ihm für den Mord wahrscheinlich sogar auf die Schulter geklopft.


2007 haben Sie sich dann taufen lassen. Sind Sie seither angefeindet worden?


Meine Verwandtschaft in Syrien weiß es bisher offiziell nicht. Aber jetzt lässt es sich eh nicht mehr verheimlichen. Ich bin auf alles vorbereitet, was da kommen mag, wenn das Buch erscheint. Kritik am Islam betreibe ich ja schon seit zwei Jahren. Hass und übelste Beschimpfungen kenne ich zur Genüge. Ein Sprichwort sagt: Wer den Gedanken nicht angreifen kann, greift den Denkenden an.


Zur Genüge haben Sie sich auch mit dem Islam hierzulande beschäftigt. Was erwarten Sie von den Muslimen in Deutschland?


Endlich über die Gewaltsuren zu reden. Und aufzuhören, sie zu verheimlichen oder zu vertuschen. Diese müssen endlich einmal bei einer Islamkonferenz auf den Tisch. Ich wünsche mir da mehr Ehrlichkeit in der Diskussion. Wenn man etwas verbessern möchte, muss man auf das Schlimmste blicken. Auf die Qualen der verstümmelten Mädchen und Frauen, auf das Leid Homosexueller und die Verzweiflung unterdrückter Frauen. Anfangen könnten Politiker auch einfach damit, den Koran zu lesen und nicht nur die paar Brocken, die einem hingeworfen werden. Ich war ja die gleiche: Bis vor ein paar Jahren habe ich den Islam noch verteidigt. Bis ich dann zum ersten Mal den Koran komplett gelesen habe. Das war eine schlimme Zeit für mich. Das war eine Lebenslüge, die man aufdeckt.
 
Laila Mirzo: Nur ein schlechter Muslim ist ein guter Muslim. Über die Unvereinbarkeit des Islam mit unserer Kultur. 256 Seiten. Riva. 19,99 Euro.
 

https://www.cicero.de/kultur/islam-kritik-islamisierung-laila-mirzo-scharia-dschihad-thilo-sarrazin-metoo-erdogan-tuerkei

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Gewalt in Schwimmbädern und das Preisgeben öffentlichen Raumes in Deutschland

https://deutsch.rt.com/meinung/89829-gewalt-in-schwimmbadern-und-aufgeben/

3.07.2019 • 16:37 Uhrhttps://de.rt.com/1xb9

Gewalt in Schwimmbädern und das Preisgeben öffentlichen Raumes in Deutschland

Quelle: www.globallookpress.com

Sommerbad Berlin-Mariendorf im Juni 2019

In diesem Sommer häufen sich Berichte über gewalttätige Übergriffe und Randale in deutschen Schwimmbädern. Diese Vorfälle sind nicht einfach Folge der Hitze, wie manche Medien glauben machen wollen, sondern Symptom einer verfehlten Migrations- und Integrationspolitik.

von Andreas Richter

In den vergangenen Wochen schafften es Zwischenfälle in deutschen Schwimmbädern immer wieder in die Schlagzeilen. Hier nur einige wenige Beispiele aus dem Monat Juni:

In Essen attackiert eine „Gruppe junger Männer“ zwei Bademeister und ein Mädchen. In Mannheim versprüht ein Mann bei einem „Familienstreit“ Pfefferspray. In Düsseldorf streiten sich mehrere hundert junge Männer mit einem Familienvater und attackieren die dann anrückende Polizei. In Kehl kommt es zu Tumulten, so dass die Polizei das Freibad räumen muss. In München randalieren Gruppen von Jugendlichen wiederholt in verschiedenen Bädern.

In meiner Jugend war der Bademeister eine Respektsperson. In Merkels Multikultiparadies schägt ihn ein importierter Mob mit dem Schuh auf den Kopf, was in deren Kultur tiefste Verachtung ausdrückt, und vertreibt ihn. Der arme Mann steht für sie stellvertretend für alles Deutsche.

1,8215:13 PM – Jun 30, 20191,890 people are talking about thisTwitter Ads info and privacy

Dabei gelangen längst nicht alle Fälle in die Medien. Gewalt, Streit und Belästigung sind in den Bädern an der Tagesordnung; der Einsatz von Sicherheitsdiensten und die Durchführung von Taschenkontrollen sind die – hilflosen – Reaktionen darauf.

Die Medienberichte über diese Vorfälle ähneln sich. Stets ist von „Gruppen junger Männer“ oder Jugendlichen die Rede, deren Herkunft wird verschwiegen. Nur am Rande wird manchmal deutlich, dass es meist nicht Jugendliche deutscher Herkunft sind, etwa wenn die Polizei einen Verdächtigen nicht vernehmen kann, weil es keinen Dolmetscher gibt, oder wenn im Neuköllner Columbiabad der örtliche Imam bei Konflikten schlichten soll.

Mehr lesen: Nach Massenstreit und Polizeieinsatz: Düsseldorfer Freibad muss zweimal in Folge vorzeitig schließen

Es ist eine Tatsache, dass die meisten dieser Jugendlichen Ausländer oder ausländischer Herkunft sind. Ein Besuch in einem beliebigen Berliner Freibad oder das Ansehen der zirkulierenden Videos lässt keinen anderen Schluss zu. Der Vollständigkeit halber sei erstens angemerkt, dass auch Deutsche jeder Altersklasse sich zunehmend asozial verhalten und ein Problem mit dem Befolgen von Regeln haben; und zweitens dass sich die große Mehrzahl der nichtdeutschen Badegäste korrekt verhält.

Die meist in Gruppen auftretenden jugendlichen Problemverursacher kommen in der Regel aus islamischen Ländern, vor allem aus Nordafrika. Ihr massives Auftreten in diesem Sommer ist ein Phänomen, das das Scheitern der hiesigen Migrations- und Integrationspolitik deutlich vor Augen führt. Offenbar hat diesen Kindern und Jugendlichen niemand beigebracht, dass in Schwimmbädern und an anderen öffentlichen Orten Regeln befolgt werden müssen, dass Respektlosigkeit und Gewalt tabu sind und Frauen nicht belästigt werden.

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Das Problem ist ein generelles. Eigentlich müsste man eine gesellschaftliche Debatte über das Problem und die Möglichkeiten zu einer Lösung führen. In Deutschland verhindert dies die politische Korrektheit. Die Medien schwadronieren über die angeblich aggressiv machende Hitze und wundern sich nicht, warum ähnliche Meldungen etwa aus dem ähnlich heißen Polen ausbleiben. Ansonsten: Schweigen.

Die stillschweigend praktizierten Lösungen – Sicherheitsdienste, Polizeipräsenz, Taschenkontrollen – sind eben keine. Immer mehr Menschen, die früher regelmäßig ins Freibad gingen, meiden dieses heute. Niemand würde heute noch auf die Idee kommen, seine Kinder allein ins Freibad zu schicken. Im Berliner Bezirk Pankow beispielsweise hört man immer öfter von Familien, die statt ins Freibad lieber an einen See im Umland fahren.

Im Grunde sind die Zustände in den Bädern ein weiteres Beispiel für die Preisgabe öffentlichen Raumes. Nach bestimmten Straßen und Plätzen, Bahnhöfen und Nahverkehr sind es nun die Schwimmbäder, aus denen sich die gesellschaftliche Mitte – nun eben aus Angst –ganz oder teilweise zurückzieht. Die Fortsetzung dieser Entwicklung führt direkt zu „Gated Communitys“ oder sonst wie abgeschirmten „guten“ Wohngegenden für die Wohlhabenden und eine Art Vorhölle für den Rest.

Das Beispiel der Bäder zeigt, dass eine maß- und planlose Migrations- und Integrationspolitik nicht zu einer Bereicherung der Gesellschaft führt, sondern ihre Spaltung und Auflösung beschleunigt. Es sollte jedem klar sein, dass es hier nicht um irgendwelche Kleinigkeiten geht, über die man besser hinwegsieht, sondern um die Grundlagen des gesellschaftlichen Zusammenlebens in diesem Land.

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Jürgen Trittin und die „vaterlandslosen Gesellen“ von der AfD

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Quelle: https://deutsch.rt.com/meinung/89227-jurgen-trittin-und-vaterlandslosen-gesellen/

15.06.2019 • 11:37 Uhrhttps://de.rt.com/1wuj

Jürgen Trittin und die "vaterlandslosen Gesellen" von der AfD

© Twitter / Grüne im BundestagTrittin bei seiner Rede am 6. Juni im BundestagJürgen Trittin verdammt im Bundestag die energiepolitischen Positionen der AfD und beschimpft die Partei als „vaterlandslose Gesellen“. Die Verwendung dieses Begriffs für die AfD wirkt reichlich schief – und verrät am Ende einiges über die Grünen.

von Andreas Richter

Der Bundestagsabgeordnete und Alt-Grüne Jürgen Trittin hat in einer Rede im Bundestag die AfD als „unpatriotisch“ und als „vaterlandslose Gesellen“ beschimpft. Trittin kritisierte die AfD für ihre Positionen in der Energiepolitik, konkret für ihr Festhalten an fossilen Energien, ihre kritische Haltung zu den erneuerbaren und ihre Position in der Klimadebatte. Seine Rede gipfelte in dieser Fundamentalkritik an der AfD:

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Eine Partei, deren Abgeordnete meinen, sie müssten Wahlkreisbüros in Russland aufmachen, eine Partei, die entgegen völkerrechtlichen Vereinbarungen mit Diplomatenpässen auf die Krim reist und das anschließend als Privatreisen ausgibt, eine Partei, die einen Abgeordneten wie Herrn Frohnmaier in ihren Reihen hat, der in Russland offen als Einflussagent geführt wird, eine solche Partei handelt nicht im deutschen Interesse. Das sind keine Patrioten, das sind vaterlandslose Gesellen.

Die anti-russische Rhetorik ist gewissermaßen Standard, Trittins Rede ist aus anderen Gründen bemerkenswert. Zunächst einmal ist seine Logik halsbrecherisch. Er erklärt zunächst, dass es Energieversorgungssicherheit nicht national gebe. Dann moniert er, dass die Energieträger für Kern- und fossile Energien ganz oder größtenteils importiert werden müssten:

Darauf kann man keine Energieversorgungssicherheit aufbauen.

Im nächsten Schritt preist er erneuerbare Energien als „heimische Energien“ und als Mittel zur Stärkung der eigenen Energiesouveränität und Energiesicherheit. Die AfD untergrabe die deutsche Energiesouveränität, indem sie die Importabhängigkeit in die Höhe treibe.

Die von Trittin beschworene Energiesouveränität erinnert an das Autarkieideal der deutschen Faschisten und ist im gegenwärtigen politischen und wirtschaftlichen Kontext sinnlos. Die Bundesrepublik importiert seit Jahrzehnten Energieträger, ohne dabei Probleme oder Unsicherheiten erfahren zu haben.

Die erneuerbaren Energien, also in erster Linie Wind- und Solarenergie, als Garanten der Energiesicherheit zu preisen, ist auch in technischer Hinsicht problematisch. Gegenwärtig lässt sich das Gegenteil verzeichnen: Die Versorgungssicherheit sinkt – durch den Rückgang bei den fossilen und der Kernenergie, den die erneuerbaren Energien eben nicht ausgleichen können, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht.

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Den Vogel allerdings schießt Trittin mit dem Gebrauch der Wendung „vaterlandslose Gesellen“ ab. Dieser stammt noch aus dem Kaiserreich und wurde ursprünglich zur Diskreditierung von Sozialdemokraten und anderer linker Kräfte gebraucht, für die der Hauptgegensatz der zwischen den Klassen war, nicht der zwischen den Nationen.

Trittin bedient sich also der Rhetorik des deutschnationalen Establishments der Vergangenheit, um die rechte Opposition der Gegenwart anzuprangern. Das ist peinlich genug. Dass er dabei die erneuerbaren Energien – im Gegensatz zu den zu importierenden anderen Energieträgern – als heimisch und gut darstellt, kontrastiert mit der Verurteilung von Nationalismus und Unilateralismus am Anfang der Rede und gibt dem Ganzen noch eine zusätzliche komische Note. 

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Jürgen Trittin war als Umweltminister der Erfinder des Dosenpfands und erklärte 2004, dass die Förderung erneuerbarer Energien einen Durchschnittshaushalt nicht mehr als eine Kugel Eis im Monat koste. Trotzdem kann er als einer der vernünftigeren Grünen gelten; seine außenpolitischen Positionen sind vergleichsweise moderat.

Sein Ausfall gegen die „Vaterlandslosen Gesellen“ mag ein rhetorischer Ausrutscher gewesen sein; er zeigt aber auch recht gut, wo die Grünen heute zu verorten sind: Im Herzen des deutschen urbanen Bürgertums unserer Tage, das sich gern bunt, weltoffen und „divers“ gibt und dabei in seiner Engstirnigkeit und Selbstgerechtigkeit doch selbst wirkt wie eine Karikatur des Wilhelmismus der Urgroßväter und seines „Am deutschen Wesen mag die Welt genesen“. 

Diejenigen, die sich der grünen Ideologie verweigern, als „vaterlandslose Gesellen“ zu beschimpfen, ist deshalb letztlich auch konsequent. Allerdings könnten Trittin und die Grünen den Begriff Vaterland noch im Sinne der Geschlechtsneutralität optimieren: Elter-2-Land würde für sie besser passen.

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„Strategische Rettungsoperation“ – Weißhelme, Israel und die belegte Zusammenarbeit mit Terroristen

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Quelle: RT

as Drehbuch für die Weißhelmen sah immer vor, dass es sich dabei um Freiwillige handelt, die Leben retten, und zwar das von zigtausend Menschen. In filmreifer Dramaturgie wurden nun mehr als 400 Personen – Weißhelme samt Familien – aus Syrien evakuiert.

von Zlatko Percinic

Mehr als 400 Personen wurden in der Nacht vom 22. auf den 23. Juli aus Syrien aufgrund einer „unmittelbaren Bedrohung für deren Leben“ durch die israelische Armee (IDF) evakuiert. Viele stimmten sogleich noch einmal eine Lobhudelei an, natürlich insbesondere jene Länder, auf deren Bitte diese Evakuation stattgefunden hat: USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Niederlande und Deutschland.

Dabei spielte wohl insbesondere die kanadische Regierung eine führende Rolle, wie sowohl Außenministerin Chrystia Freeland als auch Ministerpräsident Justin Trudeau betont haben. Kanada wird auch das Land sein, welches mehr als die Hälfte der evakuierten Weißhelme aufnehmen wird.

Teilnehmer einer moderierten Diskussion inklusive Publikumsgespräch zum Thema

Nach Deutschland sollen wollen wohl 47 Personen kommen, wovon lediglich acht Personen tatsächlich Mitglieder der Organisation „Weißhelme“ sein sollen. Die restlichen 39 sind dann wohl deren Frauen und Kinder. Interessant ist die Begründung von Innenminister Horst Seehofer (CSU) zur Aufnahme der acht Weißhelme. Diese erfolge nach Paragraf 22 Satz 2 des Aufenthaltsgesetzes, welcher besagt, dass eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen ist,

 wenn das Bundesministerium des Innern oder die von ihm bestimmte Stelle zur Wahrung politischer Interessen der Bundesrepublik Deutschland die Aufnahme erklärt hat.

Aber wen holen sich diese Regierungen tatsächlich ins Land? Sind es wirklich nur diese selbstlosen Helfer, „die ihr Leben zur Rettung und Hilfe und zur Linderung der Kriegsleiden der Zivilbevölkerung eingesetzt haben“, wie es Seehofer dargestellt hat? Oder sind es Schauspieler, Islamisten und Terroristen, die die Weltmeinung durch inszenierte oder „nachgestellte“ Videoaufnahmen zu manipulieren suchten und dafür Millionenbeträge der westlichen Regierungen kassiert haben, wie es die Kritiker behaupten?

Zumindest kann man sich auf eine Tatsache einigen: die Weißhelme und die hinter ihnen stehenden Organisationen verfügen über extrem gute Beziehungen zu westlichen Regierungen. Professionell für den westlichen Konsumenten aufgezogen, präsentieren sie sich als Engel mit weißen Schutzhelmen auf der Internetseite. Kritik ist unerwünscht.

Die politische Macht der Weißhelme im Westen

Als im vergangenen November ein Vortrag mit dem Titel „They don´t care about us“. White Helmets true agenda im renommierten Schweizer Presseclub in Genf stattfinden sollte, zeigte sich in Windeseile die politische Macht einer angeblich zivilen Organisation in Syrien. Zuerst meldete sich The Syria Campaign zu Wort, die Organisation, die das Projekt „Weißhelme“ von London aus steuert. The Syrian Campaign (Die syrische Kampagne), die nach eigener Auskunft als ein Unternehmen mit dem Namen „The Voices Project“ in Großbritannien registriert ist, beschreibt sich selbst als „absolut unabhängig“, das „kein Geld von Regierungen, Unternehmen oder irgendjemandem, der direkt im syrischen Konflikt involviert ist, akzeptiert. Das erlaubt uns volle Autonomie, um das zu tun, was auch immer notwendig ist, um Leben zu retten.“

Auf Twitter attackierte diese britische Organisation den Presseclub in Genf und auch die Referenten des Vortrages. Man forderte vom Präsidenten des Schweizer Presseclubs, Guy Mettan, den Vortrag abzusagen und stattdessen Journalisten einzuladen, die die Weißhelme interviewt haben. Weitere Attacken folgten, wie zum Beispiel von Bente Scheller, der Syrienbeauftragten der Heinrich-Böll-Stiftung und Sympathisantin von The Syrian Campaign, oder Benjamin Norman, einem britischen Diplomaten in Washington. Zudem wurde durch einen Leak vor wenigen Monaten bekannt, dass dieser britische Diplomat Sekretär einer obskuren Gruppe (Diplomaten aus USA, Großbritannien, Frankreich, Saudi-Arabien und Jordanien) mit dem Namen Small American Group on Syria ist.

Einer von vielen: Zahlreiche syrische Weißhelme sympathisieren mit Terrorgruppen.

Richtig heftig wurde der Angriff, als sich niemand geringeres als die schweizerische Sektion von Reporter ohne Grenzen einschaltete, und in einem scharf formulierten offenen Brief die Absage des Vortrages im Schweizer Presseclub forderte.

Nachdem Guy Mettan im öffentlich-rechtlichen Fernsehen als „Sprachrohr der russischen Propaganda“ und „Apologet der Putin-Regierung“ diffamiert wurde, nötigte das die Finanzkommission des Kantons Genf (der wichtigste Träger des Presseclubs) zum Auftritt. Sie beantragte die Streichung sämtlicher Subventionen, was aber am Ende vom Genfer Parlament abgelehnt wurde. Aber es zeigt überdeutlich, über welche politische Macht eine angebliche Gruppe von syrischen Freiwilligen in der westlichen Welt verfügt.

Wer sind die Weißhelme wirklich?

Wenn es nach dem Bundesaußenminister geht, wird diese Frage wie folgt beantwortet:

Auswärtiges Amt

@AuswaertigesAmt

AM @HeikoMaas: „Es ist eine gute Nachricht, dass es in enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern gelungen ist, viele der #Weißhelme aus Südsyrien in Sicherheit zu bringen.“

Es ist also ein „Gebot der Menschlichkeit, dass viele der mutigen Ersthelfer Schutz und Zuflucht finden“ und dass wir ihnen „Bewunderung und Respekt“ zollen müssen. Sein Parteifreund und Staatsminister im Auswärtigen Amt, Michael Roth (SPD), setzte dem Ganzen noch eine Krone auf, indem er meinte:

Den Israelis kann man nur dankbar sein, dass sie Menschen gerettet haben, die in Syrien unter Gefahr für Leib und Leben Großartiges geleistet haben. Danke, Israel, für diesen Akt der Humanität und Solidarität.

Es bedarf also schon einer außergewöhnlichen seelischen Robustheit, solch eine Hybris, Ignoranz und Respektlosigkeit gegenüber den Opfern der Weißhelme öffentlich an den Tag zu legen.

Ganz im Gegensatz zu den Herren im Auswärtigen Amt, will sich bei vielen Kritikern der Weißhelme nicht so recht dieses Gefühl von „Bewunderung und Respekt“ einstellen. Schaut man sich die unzähligen Videos von grauenhaften Szenen an, an welchen Mitglieder der Weißhelme direkt beteiligt sind oder in sozialen Netzwerken bejubeln, dann wird einem auch sofort klar, weshalb die so hochgelobten Weißhelme eine millionenschwere PR-Kampagne brauchen und erhalten.

Syrien: Angela Merkel beteiligt sich am obersten internationalen Verbrechen eines Angriffskrieges

Auf einem Video kann man erkennen, wie sich Dschihadisten voller Freude an einen Leichenberg von syrischen Soldaten heranmachen, stolz einen abgetrennten Kopf in die Kamera halten und ihn dann wie ein Stück Abfall auf den Boden werfen. Und mittendrin in dieser Szenerie ist ein Mitglied der Weißhelme, in dem typischen hellblauen T-Shirt mit dem Emblem der Organisation auf dem Rücken. Man sieht, wie er auf der Ladefläche des Pickups in dem Leichenberg wühlt und nach etwas sucht, bis er dann endlich fündig wurde und die syrische Flagge der toten Soldaten auf dem Boden ausbreitet, damit mal alle drüber trampeln können. Wie viele andere Beweise solcher ekelerregenden Szenen, wurde auch dieses Video von YouTubegelöscht, aber von Aktivisten für die Nachwelt aufbewahrt.

Oder ein weiteres Video, das die Gesinnung der Weißhelme offenbart, wurde von deren Mitglied Muawiya Hassan Agha, besser bekannt als „Muawiya01“ auf Facebook gepostet und schlussendlich wieder gelöscht. Darin preist er das Foltern an zwei syrischen Soldaten, die sich laut seinen Angaben „in der Schlacht zur Befreiung von Khan Tuman ergeben haben“. Und natürlich darf das typische „Gott ist groß und dankbar“ nicht fehlen.

"Strategische Rettungsoperation" - Weißhelme, Israel und die belegte Zusammenarbeit mit Terroristen

In dem Video, das wieder von Aktivisten gesichert wurde, sagen die zwei syrischen Soldaten, dass sie sich nicht ergeben haben wie es „Muawiya01“ behauptet, sondern von Dschihadisten der Jund-al-Aqsa und des IS gefangengenommen wurden. Die Ermordung des einen Soldaten nennt er „Vergeltung“. Dumm nur, zumindest aus seiner Sicht, dass er Details aus seinem Leben so gern auf sozialen Netzwerken wie eben Facebook und Instagram teilt. So kann man nämlich seine Tätigkeit als „Weißhelm-Engel“ bestaunen, was zum Leidwesen von Heiko Maas und Michael Roth aber auch seine Nähe zum Terror beweist.

"Strategische Rettungsoperation" - Weißhelme, Israel und die belegte Zusammenarbeit mit Terroristen

Und es ist ausgerechnet unter anderem dieser Muawiya Hassan Agha, der von OPCW, HRW, Amnesty International als „glaubwürdiger Augenzeuge“ genannt wird. Selbstverständlich geschieht das nicht unter seinem richtigen Namen, aber man kann ihn und einen weiteren Weißhelm-Engel in den Videos erkennen, die Human Rights Watchveröffentlicht hat.

Israels Evakuierung von 422 Personen der Weißhelme und deren Familien doch nicht so humanitär?

Wenn sich Politiker wie Maas und Roth bei Israel für „diesen Akt der Humanität und Solidarität“ so überschwänglich bedanken, dann ist auch dabei Vorsicht angesagt. Denn gerade ein Land, dessen Ministerpräsident (und nicht nur er!) Flüchtlinge als „Eindringlinge“ bezeichnet, zuerst ein Abkommen mit dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR zur Umsiedlung von fast 16.000 Flüchtlingen aus Eritrea und Sudan schließt, nur um es binnen 24 Stunden aus innenpolitischen Gründen wieder aufzukündigen, öffnet seine Grenzen ganz bestimmt nicht aus humanitären Gründen.

Dass Israel diesen Deal mit Kanada, USA, Großbritannien, Frankreich, Niederlande und Deutschland eingegangen ist, hatte rein gar nichts mit einem Akt der Humanität oder gar Solidarität zu tun.

Diese evakuierten Weißhelme operierten in einem Gebiet der syrischen Golanhöhen, das sich unter der Kontrolle von Al-Kaida Terroristen befand. Interessanterweise wird von westlichen Medien nie die Frage gestellt, weshalb die „geretteten“ Weißhelme ausschließlich in von sogenannten „Rebellen“ gehaltenen Gebieten operieren, wo sie doch angeblich eine syrische Zivilorganisation darstellen, die aus freiwilligen Helfern besteht. Aber das sei nur mal so am Rande gefragt.

Dieses Gebiet um die Stadt Qunaitra und den einzigen Grenzübergang zwischen Syrien und Israel, wurde in der Sommeroffensive von 2014 von Al-Kaida (Al Nusra), der „Freien Syrischen Armee“ (FSA) und der von Saudi-Arabien finanzierten „Islamischen Front“ eingenommen.

Seitdem zeigte sich Israel höchst flexibel im Umgang mit Terroristen, ließ sie auf der gegenüberliegenden Seite der Grenze gewähren und behandelte sie auch medizinisch. Noch drei Jahre später agierte Israel bei Bedarf sogar als Luftwaffe der Al Kaida, wie selbst eigene Medien berichtet haben.

Haaretz.com

@haaretzcom

Syria: Israel coordinated attack with Islamist militants, giving air support to Nusra assault on Quneitra http://www.haaretz.com/israel-news/1.797576 

Two killed in Israeli airstrikes on Syrian army in Golan Heights, local reports say

Aber auch sonst zeigte sich Israel überaus spendabel, wenn es um Terroristen auf syrischer Seite der Grenze bei Qunaitra ging. Im Rahmen der Operation „The Good Neighborhood“ (Die gute Nachbarschaft) bezahlte Israel die Gehälter von Kämpfern der Gruppe Fursan al-Joulan (Ritter des Golan) und womöglich für bis zu vier weitereGruppierungen. Der Sprecher von Fursan al-Joulan wusste sich natürlich auch zu benehmen und bedankte sich artig:

Israel stand heldenhaft an unserer Seite. Wir hätten ohne Israels Unterstützung nicht überlebt.

Gar nicht so heldenhaft waren dann auch noch zwei der wichtigsten Kommandeure der von Israel unterstützten Gruppierung bei der Evakuierung dabei. Es ging Israel also weniger um die Rettung der Weißhelme oder gar um Solidarität, wie es Bundesaußenminister Maas und sein Staatssekretär Roth darstellen, sondern um die Sicherheit für ihre eigenen Stellvertreter im syrischen Krieg. Nebst den zwei Kommandeuren von Fursan al-Joulan, waren auch noch zwei weitere Kommandeure von Alwiyat Saif al-Sham (Schwert der Levante) und Jaish Ababeel dabei.

Zudem spricht einiges für die Vermutung, dass die Evakuierung der Weißhelme lediglich eine Operation zur Tarnung für die Rettung der israelischen Partner war. So wurden unmittelbar nach dem Grenzübertritt der Familien, Lagerhallen auf syrischer Seite von Kämpfern der Al Nusra in Brand gesetzt. Das legt den Schluss nahe, dass Al Nusra alias Al-Kaida Beweise vernichten wollte, um das ganze Ausmaß israelischer Hilfe für Terroristen zu vertuschen.

RT Deutsch bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln

G7 – Dr. Gniffkes Macht um Acht: Im Wortschwall den Verstand ersäuft

Zitat

von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam

Sprache ist bekanntlich ein Schlüssel des Denkens. Sie verrät deshalb auch das Nicht-Denken. Erweislich zum Beispiel beim Abfassen dieses Glanzstücks von Titel:

Das gelähmte Treffen der Weltenlenker.

Schiefe Sprachbilder, verkorkste Grammatik, verarmte Idiomatik, verbogene Syntax: Alle diese Besonderheiten würde man der Tagesschau nachsehen, wenn sie trotzdem wenigstens halbwegs ihrem staatsvertraglichen (=gesetzlichen) Auftrag gerecht würde: sauber informieren und die Zuschauer in die Lage versetzen, sich ein sachgerechtes Urteil übers Weltgeschehen zu bilden. Stattdessen jedoch lieferte sie auch vom sogenannten G7-Gipfel in Kanada nur säckeweise Absonderungen aus der Floskelfabrik.

Sechs Staaten präsentierten ihre Zahlen, und Trump präsentierte seine. Er habe sich nicht bewegt, heißt es. Im Kern ist es so, dass Trump Wirtschaft für ein Null-Summen-Spiel hält.)

Sind wir jetzt im Bilde? Die fraglichen Zahlen werden nicht genannt, konkrete Fakten ebenfalls nicht. Geboten wird regierungsfromme Meinung anstelle von Information: Trump sei ein Trampel, weil er seine geschniegelten Wertegemeinschaftskumpel der G7 ständig brüskiere. Die Überlegung, ob die übrigen WWG-Repräsentanten die grobe Behandlung nicht herausgefordert und weidlich verdient hatten, durfte nicht aufkommen. Dabei weiß doch jeder: Wer einen Bückling macht, offeriert seinen Hintern für einen kräftigen Tritt in den nämlichen …

Im russophoben deutschen Medienzirkus fand besondere Erwähnung (im Unterton von Entrüstung), dass Trump seine Kollegen damit foppte, er wolle Präsident Putin wieder in das erlauchte Gremium holen, aus der G7 wieder die alte G8 zu machen. Statt der Rationalität dieser Trump-Idee nachzugehen, beschränkte sich unsere Qualitäts-Journaille darauf, Kanzlerin Merkels Protest wiederzugeben:

Hier sind wir uns einig, dass eine Rückkehr Russlands zum G7 Format nicht erfolgen kann, so lange nicht substanzielle Fortschritte im Blick auf die Probleme mit der Ukraine erreicht worden sind.

Und keine Nachfrage, ob zu den Problemen der Ukraine nicht auch Deutschland kräftig beigetragen habe, per Teilnahme am subversiven Foulspiel der USA mittels deren EU- und NATO-Instrumentarium…

Distanzlose konformistische Gipfelberichterstattung. Auch im Zusammenhang mit dem Krieg um die Köpfe:

So soll ein gemeinsames Abwehrsystem es ermöglichen, deutlich schneller dem Verdacht von Wahlmanipulation und ausländischem Einfluss auf die Demokratien nachzugehen.

Dem Verdacht gegen Russland, wohlgemerkt; als ob sich nicht gerade erst James Clapper, vormals oberster Chef der 16 US-Geheimdienste, umfassend über die Einmischung der US-Regierungen in andere Länder („regime change“-Politik) geäußert hätte: Es sei den Vereinigten Staaten freilich „immer nur um das Wohl der Bürger“ der jeweiligen Länder gegangen,

wenn wir versuchten, Wahlen zu manipulieren oder zu beeinflussen oder sogar Regierungen zu kippen.

Was so ein tumber Meinungs-Nachrichtenjournalist von echtem ARD-Schrot und Korn ist, zeigte der transatlantische Musterknabe Georg Schwarte:

Der US-Präsident gibt die Mimose und zieht seine Zustimmung zum G7-Papier zurück. Zwei Jahre G7, 42 Jahre Wertegemeinschaft. Für diesen amerikanischen Präsidenten ist die faktische Aufkündigung der Gemeinsamkeiten mit dieser Wertegemeinschaft ein Tweet wert. Die Welt darf sich getrost fragen, ob der Mann im Weißen Haus noch bei Trost ist. Donald Trump. Der Sitzriese mit dem Talent zum vollendeten Timing von Unverschämtheiten.

Könnte es sein, dass vielmehr diejenigen nicht ganz bei Trost sind, die sich Trumps Unverschämtheiten bieten lassen – und dass auch ein Trump gute Gründe hat, sich lieber selbst per Tweet zu äußern, als seine Aussagen der Berichterstattung journalistischer Knallchargen anzuvertrauen?

Über das Abschlusspapier – kurze Zeit vorher von ARD-aktuell trotz seiner unstrittigen Dürftigkeit noch hervorgehoben – äußert dieser Schwarte:

Die jetzt von Trump mit großem Tusch aufgekündigte Abschlusserklärung, sie war ohnehin ein schlechter Witz. Der gemeinsame Nenner, er konnte gar nicht klein genug sein.

Stilkünstler Schwartes Urteil, es konnte gar nicht bescheuert genug formuliert werden.

Über das Parallel-Treffen der „Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit“, SCO in Qingdao, China, berichtet die ARD-aktuell-Redaktion in ganz anderer Diktion: Nicht um „Werte“ gehe es da, sondern um „Interessen“ (natürlich illegitime, wird unterschwellig angedeutet). Golineh Atai, russophobe Vorfeldaktivistin der ARD, von einem Geistesblitz nach dem anderen getroffen:

Besonders Russland versucht, das Treffen als Konkurrenzveranstaltung etwa zu G7 zu präsentieren. Seit Russlands Destabilisierung der Ukraine und den darauffolgenden westlichen Sanktionen muss Moskau in Asien nach politischer Legitimität suchen, um sich als Weltmacht zu positionieren.

Nicht einmal die USA selbst leugnen, den Putsch in Kiew (regime change!) finanziert und organisiert zu haben, doch eine Atai ficht das nicht an. Es kratzt sie auch die Beweisnot bei ihrer Behauptung nicht, dass Russland in dem Treffen in China eine Konkurrenzveranstaltung zum G7-Gipfel in Kanada sehe. Was braucht es noch Sachlichkeit und Argumente, wenn man die „richtige“ Meinung hat? Da lässt eine Atai auch schon mal weg, was die Schwachsinnsharmonie der WWG stören könnte. Beispielsweise dieses Zitat des russischen Präsidenten Putin, es datiert vom Treffen in Shanghai und bezog sich auf den angeblichen Giftanschlag auf Vater und Tochter Skripal:

… haben alle (beim G7-Gipfel) in Bezug auf das Ereignis in Salisbury Solidarität mit London gezeigt. Wieder wurde nichts Konkretes gesagt. … Ich denke, wir müssen all dieses kreative Gelaber beenden und zu konkreten Fragen übergehen, die mit der realen Kooperation verbunden sind.

Putin bezog sich auf das Gelaber westlicher Politiker. Für Leute wie Atai, Schwarte oder ARD-aktuell-Chefredakteur Gniffke hat er keine Zeit. Umso aufmerksamer sollten wir Zuschauer das Gelaber dieser Hetzpropagandisten beobachten.

Dr. Gniffkes Macht um acht: Der Michel am Nasenring der Tagesschau

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Von Syrien über MH17 bis zum Schweigen über die Kriegsübungen an der russischen Grenze: Die „Tagesschau“ und andere öffentlich-rechtliche Nachrichtenformate haben ihre Zuschauer auch jüngst wieder mit gefilterter Information bedacht. Ein Kommentar.

von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam

Nachrichten zu fälschen und Unzutreffendes zu verbreiten ist leicht. So simpel, dass es die Journaille oft zu leichtsinnigem Übertreiben verführt. Sie lässt sich sogar dazu hinreißen, eindeutigen Stuss westlicher Nachrichtenagenturen für wahr auszugeben. Ungeprüft, bedenkenlos. Eben in der Gewissheit, dass es die Kollegen in den anderen etablierten Massenmedien genauso machen. Es klappt ja auch fast immer: Selbst der gröbste Unfug wirkt glaubhaft, weil er in unserer gleichgeschalteten Informationswelt von allen Seiten erschallt.

Die Redaktionen für ARD-aktuellTagesschauTagesthemen & Co. haben darin eine bemerkenswerte Perfektion entwickelt.

Hier ein paar Beispiele:

Die EU hat Ende Mai ihre Wirtschaftssanktionen gegen Syrien um ein weiteres Jahr verlängert. Sie folgte damit den Wünschen Washingtons. Der Beschluss soll ungeachtet seiner unmenschlichen Nebenwirkungen dazu dienen, Syriens Präsident Baschar al-Assad zu stürzen. Der Westen will eine ihm genehmere Führung in Damaskus an die Macht bringen. Das berichtet die Journaille zwar nicht mit diesen Worten, es bleibt aber das demokratiefeindliche und völkerrechtswidrige US-EU-Ziel. Welche geostrategischen und energiewirtschaftlichen Interessen dahinter stecken, wird in den Nachrichtenangeboten nicht problematisiert.

Fluchtursachen bekämpfen oder vielmehr erst schaffen?

Die mörderische Wirkung der nun schon seit sieben Jahre exekutierten Sanktionspolitik wird einfach ignoriert. Die Meldung „UN-Sonderberichterstatter: EU-Sanktionen tragen zum Leid des syrischen Volkes bei“ kam in den Sputniknews, aber ARD-Tagesschau und ZDF-heute-journal unterschlugen sie.

Zwei Wirkungen erzielt die EU-geformte Blockade-Politik: Sie bricht die Versorgungsketten der syrischen Bevölkerung (Medikamente, Nahrungsmittel, Ersatzteile) und erzeugt permanent neue Fluchtwellen. Sie ist das Gegenteil dessen, was Kanzlerin Merkel angeblich will, nämlich „Fluchtursachen bekämpfen“. Ach ja, unsere Menschlichkeit heuchelnde Kanzlerin! Der mörderische Sanktionsbeschluss wurde vom Europäischen Rat gefasst. Dieses Über-Gremium untersteht zwar keiner demokratischen Kontrolle, dafür aber der Berliner Fuchtel.

Malaysias Verkehrsminister widerspricht „Tagesschau“

Jetzt also kam besagtes prowestlich dominiertes JIT vorgeblich zu der Erkenntnis, dass MH17 von einer Boden-Luft-Rakete russischer Bauart (BUK-System) getroffen wurde. Was freilich auch gar nichts über die Täter aussagt – und was viele Experten wie der vormalige Flugkapitän Peter Haisenko bezweifeln, der davon ausgeht, dass die MH17 von einem ukrainischen Kampfjet mittels dessen Bordkanonen abgeschossen wurde. Den westlichen Medien, die Tagesschau voran, reichte aber die JIT-Einschätzung für die Meldung „Niederlande und Australien erklären Russland schuldig am Abschuss der MH17“. Prompt unterschlug die Tagesschau, dass anderntags ausgerechnet der malaysische (!) Verkehrsminister Anthony Loke widersprach: „Keine Beweise für Russlands Schuld an MH17-Abschuss.“

Malaysia, seit mehr als einem halben Jahrhundert fest im Griff der – prowestlichen – Partei United Malays National Organisation, erlebt gerade einen historischen Umbruch. Bei einem in Malaysia als „Mutter aller Wahlen“ gefeierten Urnengang wurde Machthaber Najib Razak überraschend aus dem Amt gekippt. Die neue Regierung vollzieht eine geopolitische Neuorientierung. Der Ferne Osten lässt das US-Imperium weiter bröckeln.

Darüber schweigt natürlich die Tagesschau.

Für die etablierten Massenmedien in Deutschland sind die Rollen fest vergeben: Amerika und „der Westen“ gut, Russland und der Osten böse. Blöder Scherz am Rande: Japan, Taiwan, Thailand etc. sind „Westen“. Diese Schablone liegt dem Nachrichtenangebot auf. Was nicht hineinpasst, wird weggeschnippelt oder missdeutet.

Beispielsweise dieses:

Unsere tapferen Jungs von Heer, Luftwaffe und Marine bereiten sich auf kriegerische Auseinandersetzungen mit Russland vor – in mehreren US-geführten Großmanövern, voran dem „Saber Strike 2018“ („Säbelhieb 2018“). Die wie gewohnt kindisch-großmäulige Namensgebung darf nicht über die Brisanz dieses militärischen Massenauftriebs unmittelbar an der russischen Grenze täuschen. Erprobt werden die auf Aggression getrimmte neue NATO-Führungsstruktur in Polen und in den baltischen Staaten, das deutsch-polnische NATO-Hauptquartier für den Ostseeraum in Stettin und die unter deutschem Befehl stehende NATO-„Battlegroup“ in Litauen. 18.000 Soldaten nehmen an dem Manöver teil. Es ist kein Sandkastenspiel für Jungpfadfinder mehr, sondern Zündeln am Pulverfass. Mehrere deutsche Kriegsschiffe üben parallel dazu im Manöver „BaltOps 2018“ die Kriegführung in der Ostsee.

ARD-aktuell-Chefredakteur Dr. Kai Gniffke hat die Chuzpe, alle Nachrichtenanbieter, die ihm politisch nicht in den Kram passen, von seinen Redakteuren ignorieren zu lassen und sie halböffentlich als „unseriös“ abzumalen (TelepolisDeutsche Wirtschafts-Nachrichten u.a.). Als deren Chefs das mitbekamen, machte er zwar vor ihnen den Kotau und widerrief. Gegenüber seinen Rundfunkräten und erst recht in seiner Kolumne auf tagesschau.de verschwieg er aber, dass er gebuckelt hatte.

Ausgerechnet er hat die Dreistigkeit, Nachrichtenanbieter wie RT und Sputniknews für unglaubwürdig zu erklären, weil sie staatlich finanziert sind, und zugleich die semi-staatliche AFP, die kommerziellen Agenturen APReuters und dpa für Gralshüter der Objektivität auszugeben.

Auf den Grundsatz „audiatur et altera pars“ – stets auch der anderen Seite Gehör schenken, wenn ein sachgerechtes Urteil zu suchen ist – braucht ein feiner ARD-Pinkel nichts zu geben. Auf seriöse Information für sein Publikum erst recht nicht.

Journalisten, die sich als Propagandisten herrschender Politik missbrauchen lassen, nennt der vormalige US-Unterstaatssekretär Paul C. Roberts „Presstituierte“ (presstitutes). Eine treffende Wortschöpfung. Welche Bezeichnung passt wohl auf die freiwillige Kundschaft, die sich von den Gniffkes allweil verführen lässt?